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Fotografien aus Italien  
   
   
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Rio nell’Elba - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Rio nell’Elba  
   

Land: Italien
Region: Toskana (Toscana)
Provinz: Livorno (LI)
Einwohner: ca. 1.000 (Riesi)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im Mittelalter; entwickelte sich als Verwaltungszentrum für den Eisenerzbergbau unter den Appiani und später den Lothringern.
Höhenlage: 230 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 8 km von Rio Marina, 15 km von Portoferraio, 135 km vom Flughafen Pisa (PSA) (inkl. Fähre).
Camping: Keine Campingplätze im historischen Ortskern; nächste Möglichkeiten ca. 3–5 km Richtung Küste (Lacona, Ottone) oder in den Wäldern des Monte Calamita.
Flughafen: Elba Airport (EBA) in Marina di Campo – ca. 25 Min. Fahrt; alternativ Pisa (PSA) – ca. 2 Std. 15 Min. (inkl. Fährüberfahrt).
CAP (Postleitzahl): 57038
Kfz-Kennzeichen: LI
Vorwahl: 0565
Lage: Auf einem Hügelrücken im Osten der Insel Elba, eingebettet zwischen den roten Erzhalden des Monte Calamita und den grünen Wäldern; strategischer Blickpunkt über das Tyrrhenische Meer und die Kanäle zwischen den Inseln.
Reisezeit: Mai bis Oktober (angenehme Temperaturen, ideale Wanderbedingungen); September besonders reizvoll zur Mineraliensuche und Weinlese; Winter ruhig, oft windig, aber sonnig.
Besonderheit: Historisches Zentrum des Bergbaus mit dem Palazzo del Burò (Sitz der Bergbaubehörde); Nähe zum Parco Minerario dell’Isola d’Elba; malerische Kirche Santa Caterina; Ausgangspunkt für Wanderungen zu den alten Minen und durch die Macchia; authentisches Inselleben fernab des Massentourismus.

Rio nell’Elba ist das stille Gegenstück zum geschäftigen Hafen von Rio Marina, ein Ort, der hoch über dem Tal thront und die Geschichte des Eisens aus der Perspektive der Verwalter und Ingenieure erzählt. Während unten am Meer die Schiffe beladen wurden, wurde hier oben im Palazzo del Burò, einem imposanten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das Schicksal des Bergbaus gelenkt. Das Dorf selbst wirkt wie eine Festung der Ordnung inmitten einer wilden, vom Menschen geformten Landschaft. Die engen Gassen, gepflastert mit lokalem Stein, führen zu kleinen Plätzen, auf denen die Zeit stillzustehen scheint. Die Häuser, oft aus hellem Stein oder verputzt in warmen Erdtönen, kontrastieren stark mit dem roten Eisenoxid der nahen Halden, das bei bestimmten Lichtverhältnissen die gesamte Umgebung in ein rötliches Glühen taucht. *„L’histoire s’écrit dans la pierre et le minerai.“* (Die Geschichte schreibt sich in Stein und Erz.) In Rio nell’Elba kann man diese Worte an jeder Fassade lesen.

Das Leben hier ist geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur und der industriellen Vergangenheit. Die Kirche Santa Caterina, die den Ort überragt, bietet einen Panoramablick, der weit über das Meer bis nach Korsika und Piombino reicht. Von hier aus starten Wanderwege, die direkt in das Herz des Parco Minerario führen. Man kann durch alte Stollen wandern, die heute als Museum dienen, oder auf den Halden nach glitzernden Kristallen suchen – ein Hobby, das Besucher aus aller Welt anzieht. Die Landschaft ist einzigartig: Rote Schluchten, gesäumt von grüner Macchia und duftenden Pinienwäldern, schaffen ein Farbenspiel, das seinesgleichen sucht. Die Luft ist erfüllt vom Duft von wildem Rosmarin, Thymian und dem metallischen Hauch der Erde.

Für Fotografen ist Rio nell’Elba ein Paradies der Kontraste. Das harte Licht der Sonne lässt die roten Felsen leuchten und wirft tiefe Schatten in die Täler. Die Architektur des Palazzo del Burò mit seiner symmetrischen Fassade und dem großen Hof bietet ein edles Motiv, während die verwinkelten Gassen des Dorfes Intimität und Authentizität ausstrahlen. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die Textur des alten Putzes und die Details der schmiedeeisernen Balkone einfangen, während die Drohne (unter Beachtung der Flugverbotszonen über dem Dorf und den Minengebieten!) spektakuläre Aufnahmen der roten Landschaft im Kontrast zum blauen Meer liefern kann.

Abends, wenn die Sonne hinter den Hügeln versinkt und das rote Licht der „Enrosadira“ (ein Phänomen, das man sonst nur in den Dolomiten kennt, hier aber durch das Eisenoxid verstärkt wird) die Fassaden streift, kehrt eine tiefe Ruhe ein. Dann sitzt man in einer der kleinen Osterien, isst einfache, köstliche Gerichte wie Wildschweinragù oder frischen Fisch und trinkt einen glasvollen Aleatico. Rio nell’Elba ist kein Ort für lauten Glamour, sondern für Entdecker, die die Tiefe der Geschichte und die Schönheit einer vom Menschen gezeichneten, aber nicht zerstörten Landschaft suchen. Ein Ort, an dem Erde und Himmel sich in Rot und Blau treffen.

Rio nell’Elba

 

 
   
   
 
   
   

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