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Fotografien aus Italien  
   
   
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Sala Comacina - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Sala Comacina  
   

Land: Italien
Region: Lombardei (Lombardia)
Provinz: Como (CO)
Einwohner: ca. 650 (Salacomacinesi)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im Mittelalter; historisch untrennbar verbunden mit der benachbarten Insel Comacina, die im 12. Jahrhundert von den Truppen Friedrich Barbarossas zerstört wurde und deren Flüchtlinge sich hier niederließen.
Höhenlage: 205 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 8 km von Menaggio, 15 km von Como, 60 km vom Flughafen Mailand-Malpensa (MXP), 70 km vom Flughafen Lugano (LUG).
Camping: Keine Campingplätze direkt im engen Ortskern; nächste Möglichkeiten ca. 2–3 km Richtung Lenno oder Tremezzo (z.B. Camping San Vito). Stellplätze für Mobile in der Umgebung verfügbar.
Flughafen: Mailand-Malpensa (MXP) – ca. 1 Std. Fahrt; alternativ Lugano (LUG) – ca. 45 Min.; Bergamo (BGY) – ca. 1 Std. 30 Min.
CAP (Postleitzahl): 22010
Kfz-Kennzeichen: CO
Vorwahl: 0344
Lage: Am westlichen Ufer des Comer Sees (Ramo di Como), auf einer kleinen Landzunge gegenüber der Isola Comacina; eingebettet zwischen steilen, bewaldeten Hängen und dem tiefblauen Wasser.
Reisezeit: April bis Oktober (ideale Bedingungen für Bootstouren und Wanderungen); Mai und Juni blütenreich; September warmes Wasser und weniger Touristen; Winter sehr ruhig, oft neblig-mystisch.
Besonderheit: Einziger Zugang zur Isola Comacina (nur per Boot erreichbar), die als einzige Insel des Sees eine bewegte Geschichte als Festung und Freistaat hat; malerischer kleiner Hafen; traditionelle Fischerei (Agone); ruhige Atmosphäre fernab des Massentourismus.

Sala Comacina ist der stille Wächter der einzigen Insel des Comer Sees, ein Ort, an dem die Wellen der Geschichte noch immer nachhallen. Das Dorf selbst schmiegt sich bescheiden an das Ufer, doch sein Schicksal ist eng verknüpft mit dem Eiland gegenüber: der Isola Comacina. Als diese im Jahr 1169 von den Truppen des Kaisers Friedrich Barbarossa und seinen Verbündeten aus Como vollständig zerstört wurde, fanden die überlebenden Insulaner hier in Sala Zuflucht. Bis heute pflegen die Bewohner von Sala eine besondere Verbindung zur Insel, die später zum Freistaat unter dem Schutz des Königs von Belgien erklärt wurde und auf der heute nur noch eine kleine Bar und die Ruinen alter Kirchen stehen. *„Les îles sont des fragments de terre qui ont choisi la solitude.“* (Inseln sind Erdfragmente, die die Einsamkeit gewählt haben.) Von Sala aus betrachtet, wirkt die Isola Comacina wie ein verlorenes Stück Vergangenheit, umrankt von Zypressen und Olivenbäumen.

Das Leben in Sala Comacina pulsiert im Rhythmus der Boote. Der kleine Hafen ist der Ausgangspunkt für die regelmäßigen Fähren zur Insel, aber auch ein Treffpunkt für Fischer, die noch immer den traditionellen „Agone“ (eine Süßwasserfischart) fangen. Die Uferpromenade ist kurz, aber charmant, gesäumt von alten Platanen, deren Wurzeln fast das Wasser berühren. Die Architektur ist typisch lomberdisch: Steinhäuser mit dunklen Holzbalkonen, geschmückt mit Geranien, die sich gegen das tiefe Blau des Sees abheben. Es gibt keine großen Hotels oder lauten Clubs, sondern nur kleine Osterien, in denen man frischen Fisch mit Polenta und einen Glas lokalen Weisswein genießt, während man den Booten zusieht, die wie weiße Vögel über das Wasser gleiten.

Für Fotografen bietet Sala Comacina Motive von großer Intimität und malerischer Schönheit. Der Blick auf die Insel, besonders bei Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt, ist von einer surrealen Ruhe. Die Reflexionen der Boote im ruhigen Hafen, die Textur der alten Steinmauern und das Spiel des Lichts durch die Blätter der Platanen laden zum Verweilen ein. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die nostalgische Atmosphäre der kleinen Gassen und des Hafens einfangen, während die Drohne (unter strikter Beachtung der Flugverbotszonen über dem dicht besiedelten Ufer und dem Naturschutzgebiet der Insel!) spektakuläre Aufnahmen der Landzunge und der isolierten Lage der Isola Comacina liefern kann.

Abends, wenn die letzten Touristen abgereist sind und die Lichter der wenigen Häuser sich im schwarzen Wasser spiegeln, kehrt eine tiefe Stille ein, die nur vom leisen Klatschen der Wellen unterbrochen wird. Dann fühlt man sich wie in einer anderen Zeit, weit entfernt vom Trubel der Welt. Sala Comacina ist kein Ort für die Eile, sondern für die Kontemplation, für das Nachdenken über Vergänglichkeit und Beständigkeit. Ein kleiner Fleck Erde, der eine große Geschichte trägt und jeden Besucher mit seiner authentischen Ruhe belohnt.

Sala Comacina

 

 
   
   
 
   
   

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