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Fotografien aus Italien  
   
   
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Schenna - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Schenna  
   

Land: Italien
Region: Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
Provinz: Bozen (Bolzano, BZ)
Einwohner: ca. 2.600 (Schennser)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im 9. Jahrhundert als „Scenna“; entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum exklusiven Kurort der österreichischen Aristokratie („Sommerfrische“); bekannt durch die Nähe zu Schloss Tirol und Meran.
Höhenlage: 600 m ü. d. M. (Ortskern), Siedlungsgebiet bis ca. 1.200 m.
Entfernung Großstadt: 3 km von Meran, 35 km von Bozen, 50 km vom Flughafen Innsbruck (INN), 70 km vom Flughafen Verona (VRN).
Camping: Keine Campingplätze direkt im historischen Kern; nächste Möglichkeiten ca. 2–4 km Richtung Tirolo oder im Passeiertal. Zahlreiche Agriturismi mit Stellplätzen in den umliegenden Weinbergen.
Flughafen: Innsbruck (INN) – ca. 1 Std. Fahrt; alternativ Verona (VRN) – ca. 1 Std. 30 Min.; München (MUC) – ca. 2 Std. 30 Min.
CAP (Postleitzahl): 39017
Kfz-Kennzeichen: BZ
Vorwahl: 0473
Lage: Auf einer sonnigen Hochterrasse oberhalb von Meran, am Hang des Texelgruppen-Naturparks; direkter Blick auf das Etschtal und die umliegenden Gipfel; eingebettet in Apfelplantagen, Weinberge und Kastanienwälder.
Reisezeit: Ganzjährig angenehm; besonders schön im Frühling (Apfelblüte) und Herbst (Weinlese, „Törggelen“); Sommer warm, aber durch die Höhenlage und den „Ora“-Wind gemildert; Winter sonnig und schneearm im Tal, ideal für Spaziergänge und Skifahren in den nahen Gebieten (Meran 2000).
Besonderheit: Direkt angrenzend an Schloss Tirol (Stammsitz der Grafen von Tirol); berühmte Promenade „Promenade der Kaiserin Elisabeth“ (Sisi); reiche Geschichte des Kurbetriebs; Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark Texelgruppe; exzellente Weine und Apfelsorten.

Schenna ist der Ort, an dem die süße Müßiggang der Belle Époque auf die raue Kraft der Alpen trifft und eine Atmosphäre schafft, die Zeitlosigkeit ausstrahlt. Nur einen Steinwurf von Meran entfernt, wirkt dieser Ort wie dessen ruhigere, aristokratischere Schwester. Hier oben, auf der sonnenverwöhnten Terrasse, scheint die Luft dünner und klarer zu sein, erfüllt vom Duft von blühenden Apfelbäumen im Frühling und von gerösteten Kastanien im Herbst. Die Geschichte Schennas ist untrennbar mit dem Haus Habsburg verbunden: Kaiserin Elisabeth („Sisi“) liebte diese Promenade, die sich wie ein grünes Band durch die Weinberge und Gärten schlängelt und atemberaubende Ausblicke auf das Tal und die gegenüberliegenden Berge bietet. *„Le soleil est le meilleur des médecins, et la montagne son assistant.“* (Die Sonne ist der beste aller Ärzte, und der Berg ihr Assistent.) In Schenna wurde dieses Credo des 19. Jahrhunderts zur Lebensart.

Das Dorf selbst ist ein Juwel der tiroler Architektur: Weiße Häuser mit dunklen Holzbalkonen, geschmückt mit üppigen Geranien, reihen sich an engen Gassen, die steil zum alten Kirchlein St. Martin hinaufführen. Von hier aus hat man einen der schönsten Panoramen Südtirols. Doch das wahre Highlight ist die unmittelbare Nähe zu Schloss Tirol. Ein kurzer Spaziergang führt dich zu den Mauern der Burg, von der der Name des ganzen Landes stammt. Die Verbindung zwischen dem dörflichen Charme Schennas und der historischen Macht des Schlosses creates eine einzigartige Aura von Würde und Tradition. Die Küche ist bodenständig und hervorragend: Schlutzkrapfen, Tirtlen und natürlich der lokale Wein (oft von den eigenen Hängen) oder ein kräftiger Apfelmost sind die Stars der Tafel.

Für Fotografen ist Schenna ein Paradies aus Licht und Struktur. Die Terrassenlandschaft der Weinberge und Plantagen bietet geometrische Muster, die sich perfekt in die natürliche Topografie fügen. Das Spiel des Lichts auf den weißen Fassaden der Häuser gegen den tiefblauen Himmel und das Grün der Wälder ist intensiv. Besonders die „Sisi-Promenade“ im goldenen Licht des späten Nachmittags bietet Motive von großer Eleganz. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die Textur des alten Holzes, die Details der schmiedeeisernen Geländer und die Patina der Kirchenmauern einfangen. Die Drohne (unter strikter Beachtung der Flugverbotszonen über bewohntem Gebiet und eventuellen Restriktionen nahe dem Schloss!) könnte spektakuläre Aufnahmen der terrassierten Hänge und der Nähe zu Meran liefern.

Abends, wenn die Sonne hinter den Bergen versinkt und das Tal in ein sanftes violettes Licht getaucht wird, kehrt eine tiefe Ruhe ein. Dann sitzt man in einem der traditionellen Gasthöfe („Gasthof zur Rose“ oder ähnlich), genießt ein herzhaftes Abendessen und lauscht dem leisen Klang der Kirchenglocken. Schenna ist kein Ort für lauten Trubel, sondern für Genießer, die die Eleganz der Vergangenheit, die Schönheit der Natur und die gastfreundschaftliche Wärme Südtirols suchen. Ein Ort, an dem man versteht, warum die Kaiserin hierherkam, um ihre Seele zu heilen.

Schenna

 

 
   
   
 
   
   

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