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Fotografien aus Italien  
   
   
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Valledoria - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Valledoria  
   

Land: Italien
Region: Sardinien (Sardegna)
Provinz: Sassari (SS)
Einwohner: ca. 4.500 (Valledoriesi)
Gründung/Erwähnung: Der Ort entstand offiziell in den 1970er Jahren als eigenständige Gemeinde durch die Abtrennung von Castelsardo; der Name bedeutet „Tal der Gabe“ oder „Geschenktes Tal“; entwickelt aus einer Ansammlung von Ferienhäusern zu einem der beliebtesten Badeorte im Norden Sardiniens, bekannt für seine langgezogenen Sandstrände und das milde Mikroklima.
Höhenlage: Das Zentrum liegt auf ca. 30 m ü. d. M., leicht erhöht über der Küstenebene, eingebettet zwischen dem Tal des Flusses Coghinas und den Hügeln, die zum Meer abfallen.
Entfernung Großstadt: 15 km von Castelsardo, 45 km von Sassari, 60 km von Olbia, ca. 1 Std. vom Flughafen Olbia-Costa Smeralda (OLB).
Camping: Valledoria ist eine Hochburg des Campingtourismus; zahlreiche große und gut ausgestattete Campingplätze säumen die Küste, besonders im Bereich von San Giovanni und La Marinedda, oft direkt im Pinienwald gelegen mit Zugang zu feinsandigen Stränden.
Flughafen: Olbia-Costa Smeralda (OLB) – ca. 50–60 Min. Fahrt; Alghero-Fertilia (AHO) – ca. 1 Std.
CAP (Postleitzahl): 07030
Kfz-Kennzeichen: SS
Vorwahl: 079
Lage: An der Nordküste Sardiniens, am Golf von Asinara, dort wo der Fluss Coghinas ins Meer mündet; der Ort erstreckt sich entlang einer Bucht mit mehreren Strandabschnitten, geschützt durch die Halbinsel von Castelsardo im Westen und umgeben von mediterraner Macchia und Granitfelsen.
Reisezeit: Mai bis Juni und September (ideale Wassertemperaturen, weniger Andrang, perfekte Bedingungen für Wanderungen); Juli und August sehr belebt und heiß, aber durch die ständige Brise vom Meer angenehm; Winter mild und ruhig, ideal für Naturliebhaber und Vogelbeobachtung in den nahegelegenen Feuchtgebieten.
Besonderheit: Die langen, weißen Sandstrände (San Giovanni, La Marinedda, Badesi), die oft als einige der schönsten Sardiniens gelten; die thermalen Quellen (Terme di Castelsardo) in der Nähe; das Naturschutzgebiet an der Mündung des Coghinas; Ausgangspunkt für Bootstouren zur Insel Asinara und zum Archipel von La Maddalena; enge Verbindung zur Tradition der Korbflechterei aus Zwergpalmen.

Valledoria ist ein Ort, der den Traum vom perfekten sardischen Sommer verkörpert: endloser weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und der Duft von Wacholder und Salbei, der vom Wind getragen wird. Hier scheint die Natur großzügiger gewesen zu sein als anderswo, denn das Tal bietet eine seltene Kombination aus fruchtbarem Land und spektakulärer Küste. „Qui il mare non finisce mai, si perde solo nell’orizzonte di un sogno.“ (Hier endet das Meer nie, es verliert sich nur im Horizont eines Traums.) Die Atmosphäre ist entspannt, familiär und geprägt von einer Leichtigkeit, die man nur an Orten findet, an denen das Leben im Takt der Wellen schlägt.

Das Herzstück sind die **Strände**, die sich wie eine Perlenkette aneinanderreihen. Der Strand von **San Giovanni** ist breit und weitläufig, gesäumt von Dünen und niedriger Vegetation, während **La Marinedda** für sein kristallklares, flaches Wasser bekannt ist, das ideal für Kinder und Schnorchler ist. Ein besonderes Highlight ist die Mündung des **Flusses Coghinas**, ein Naturschutzgebiet, in dem sich Süß- und Salzwasser mischen und das ein Paradies für Zugvögel, darunter Flamingos und Reiher, bietet. Ein Spaziergang entlang des Flussufers oder durch die Pinienwälder, die die Campingplätze beschatten, ist ein Erlebnis purer Ruhe.

Doch Valledoria hat auch kulturelle Wurzeln. Der nahegelegene mittelalterliche Ort **Castelsardo**, der auf einem vulkanischen Felsvorsprung thront, ist nur wenige Minuten entfernt und bietet einen Kontrast aus Geschichte und Mystik. In Valledoria selbst lebt die Tradition der Handwerkskunst weiter, insbesondere die Flechtarbeit aus Zwergpalmen, aus der Körbe, Hüte und Taschen gefertigt werden – ein Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die lokale Kirche **Santa Maria delle Grazie** ist das spirituelle Zentrum, von dem aus im Sommer Prozessionen zum Meer stattfinden.

Kulinarisch steht Valledoria ganz im Zeichen des Meeres und der sardischen Hirtenkultur. Frischer Fisch, Langusten und Muscheln werden einfach gegrillt oder in würzigen Saucen serviert. Spezialitäten wie die „Zuppa Gallurese“ (eine Art Auflauf aus Brot und Käse) oder das „Porceddu“ (Spanferkel vom Holzkohlegrill) zeugen von der reichen gastronomischen Tradition der Gallura. Die lokalen Weine, besonders der weiße Vermentino und der rote Cannonau, passen perfekt zu den deftigen Gerichten und dem salzigen Hauch der Luft.

Für Fotografen ist Valledoria ein Spiel aus Licht und Texturen. Das harte sardische Sonnenlicht lässt das Wasser in allen Schattierungen von Türkis bis Tiefblau leuchten, während die goldenen Sanddünen und das dunkle Grün der Macchia starke Kontraste bilden. Besonders atmosphärisch ist die Zeit des Sonnenuntergangs, wenn der Himmel über dem Golf von Asinara in Feuerfarben erstrahlt und die Silhouetten der Boote im Hafen schwarz gegen das Licht stehen. Während Tempio Pausania die Strenge des Granits zeigt und Torpe die wilde Küste, verkörpert Valledoria die sanfte, einladende Seite Sardiniens. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur badet, sondern die Seele im Rhythmus der Wellen schaukeln lässt. Ein Tal des Friedens, geschenkt vom Meer.

Valledoria

 

 
   
   
 
   
   

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