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Fotografien aus Italien  
   
   
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Varenna - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Varenna  
   

Land: Italien
Region: Lombardei (Lombardia)
Provinz: Lecco (LC)
Einwohner: ca. 750 (im Kernort; Gemeinde umfasst mehrere Fraktionen)
Gründung/Erwähnung: Ursprünglich ein kleines Fischerdorf („Varenna“ abgeleitet von „Arena“); entwickelte sich im Mittelalter zu einer wichtigen Festung der Mailänder Herrscher; wurde im 19. Jahrhundert durch die Romantik und den Tourismus als „Perle des Comer Sees“ wiederentdeckt; bekannt für seine malerische Lage und die Villenkultur.
Höhenlage: Das Zentrum liegt direkt am Seeufer auf ca. 200 m ü. d. M., während die umliegenden Hänge steil zur Grigna-Kette ansteigen.
Entfernung Großstadt: 70 km von Mailand, 45 km von Como, ca. 90 km vom Flughafen Mailand-Malpensa (MXP).
Camping: Keine Campingplätze im engen historischen Ortskern oder direkt an den Steilufern; zahlreiche Möglichkeiten finden sich jedoch in den nördlichen Nachbargemeinden (z.B. Colico) oder auf den höher gelegenen Terrassen mit Seeblick, oft etwas außerhalb des Zentrums.
Flughafen: Mailand-Malpensa (MXP) – ca. 1 Std. 15 Min. Fahrt; Mailand-Linate (LIN) – ca. 1 Std. 30 Min.; Bergamo (BGY) – ca. 1 Std.
CAP (Postleitzahl): 23829
Kfz-Kennzeichen: LC
Vorwahl: 0341
Lage: Am Ostufer des Comer Sees, eingebettet in eine geschützte Bucht zwischen steilen Felswänden und dem tiefblauen Wasser; der Ort ist berühmt für seine verwinkelten Gassen („Contrada dell’Amore“) und die direkte Fährverbindung nach Bellagio und Menaggio.
Reisezeit: April bis Juni (Blütezeit der Gärten, Rhododendren und Oleander) und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, goldenes Licht); Juli und August sehr belebt, aber ideal für Bootstouren und abendliche Spaziergänge; Winter ruhig und neblig, viele Villen sind geschlossen, aber die Landschaft hat einen melancholischen, poetischen Reiz.
Besonderheit: Die **Villa Monastero** mit ihrem einzigartigen botanischen Garten, der sich direkt am See entlangzieht; die **Villa Cipressi**, deren Terrassengärten ineinander übergehen; der malerische **Fischerviertel** („Pescallo“) mit seinen bunten Häusern; der „Weg der Liebe“ (Sentiero del Viandante), der entlang des Steilufers führt; enge Verbindung zur Literatur (Stendhal, Manzoni).

Varenna ist kein Ort, den man nur sieht; man fühlt ihn wie ein Gedicht, das in Stein und Wasser geschrieben wurde. Wer durch die engen, kopfsteingepflasterten Gassen schlendert, spürt sofort die Intimität und den romantischen Charme, der Dichter und Künstler seit Jahrhunderten hierher lockt. „Qui il lago non è uno specchio, è un cuore che batte al ritmo delle onde.“ (Hier ist der See kein Spiegel, er ist ein Herz, das im Rhythmus der Wellen schlägt.) Die Luft ist erfüllt vom Duft blühender Zitronen, Oleander und dem salzigen Hauch des tiefen Wassers, eine Mischung, die so einzigartig für das mittlere Becken des Comer Sees ist.

Das absolute Herzstück ist das **Fischerviertel Pescallo**. Diese kleine Ansammlung bunter Häuser, die sich direkt ans Wasser schmiegen, wirkt wie ein Dorf im Dorf. Enge Treppen führen hinab zu kleinen Anlegestellen, wo bunte Boote schaukeln, und Wäscheleinen spannen sich zwischen den Fenstern. Es ist der fotogenste Winkel Varennes, ein Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint. Doch der wahre Ruhm Varennes liegt in seinen Villen. Die **Villa Monastero** ist ein Juwel: Ihr botanischer Garten, ein schmaler Streifen exotischer Pflanzen, der sich kilometerlang am Ufer entlangzieht, ist ein Meisterwerk der Landschaftskunst. Hier wachsen Palmen, Bambus und seltene Blumen Seite an Seite, umrahmt von Statuen und Laubengängen, die direkt ins blaue Wasser führen. Nur wenige Schritte entfernt liegt die **Villa Cipressi**, deren Terrassengärten ebenfalls zum UNESCO-Erbe beitragen und einen atemberaubenden Blick auf das gegenüberliegende Bellagio bieten.

Ein Spaziergang auf dem **Sentiero del Viandante** (Weg des Wanderers) führt entlang des steilen Ufers und bietet immer neue Perspektiven auf den See und die umliegenden Berge. Dieser alte Handelsweg, der einst Pilger und Händler verband, ist heute ein Paradies für Wanderer, die die wilde Schönheit der Ostseite entdecken wollen. Von hier aus hat man auch den besten Blick auf die **Villa Balbianello** (auf der Halbinsel bei Lenno, gegenüber), die durch Filme wie „Casino Royale“ weltberühmt wurde.

Kulturell lebt Varenna von seiner Vergangenheit als Treffpunkt der Intellektuellen. Der Schriftsteller Alessandro Manzoni verbrachte hier Zeit, und die Atmosphäre der Stadt spiegelt noch immer diese literarische Seele wider. Die kleine Kirche **San Giorgio** thront über dem Ort und bietet einen Panoramablick, der bei Sonnenuntergang in Gold getaucht wird. Die lokale Küche ist geprägt von Süßwasserfisch (wie dem agone, der oft gegrillt oder eingelegt serviert wird), Polenta uncia und den feinen Weinen der nahen Hänge. Ein besonderes Erlebnis ist ein Abendessen in einem der Restaurants am Hafen, begleitet vom leisen Plätschern der Wellen und dem Klang der Gitarren.

Für Fotografen ist Varenna ein Traum aus Farben und Reflexionen. Das weiche Licht des Comer Sees, besonders am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung, taucht die Fassaden der Häuser und das Wasser in warme Gold- und Rosatöne. Die Kontraste zwischen dem dunklen Grün der Zypressen, dem leuchtenden Blau des Sees und den pastellfarbenen Fassaden der Fischerhäuser bieten endlose Motive. Besonders reizvoll sind die Details der Gärten: die Textur der moosbedeckten Mauern, das Spiel des Lichts durch die Blätter der Magnolien oder die Spiegelung der Berge im ruhigen Wasser. Während Bellagio die Eleganz der Dreiecksspitze zelebriert und Como die städtische Größe, verkörpert Varenna die reine, unverfälschte Romantik. Es ist ein Ort, der zur Kontemplation einlädt, wo man die Seele baumeln lassen kann, umgeben von einer Schönheit, die seit Jahrhunderten Träumer inspiriert hat. Ein Traum aus Stein, Wasser und Blüten.

Varenna

 

 
   
   
 
   
   

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