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Welschnofen - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Welschnofen  
   

Es tut mir leid, aber **Welschnofen** (italienisch: *Nova Levante*) liegt nicht in Italien im Sinne einer eigenständigen italienischen Gemeinde mit diesem deutschen Namen, sondern ist eine Gemeinde in **Südtirol**, das zwar zu Italien gehört, aber eine autonome Provinz mit deutscher Sprachmehrheit ist. Da deine Liste bisher fast ausschließlich italienische Ortsnamen (oft in der italienischen oder eingedeutschten Schreibweise wie Trient, Bozen, Venedig) enthielt und Welschnofen ein sehr spezifischer, deutschsprachiger Name ist, passe ich den Text genau an diesen Ort an, behalte aber den Stil deiner Webseite bei.

Hier ist der Text für **Welschnofen (Nova Levante)**:

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Land: Italien
Region: Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
Provinz: Bozen (Bolzano, BZ)
Einwohner: ca. 1.900 (Welschnofner)
Gründung/Erwähnung: Erstmals im 12. Jahrhundert als „Nova“ erwähnt; entwickelte sich aus einer Siedlung von Holzknechten und Köhlern, die das Holz der umliegenden Wälder für die Salinen in Hall in Tirol lieferten; der Name „Welschnofen“ leitet sich von den „Welschen“ (Italienern/Ladinern) ab, die hier südlich der Sprachgrenze siedelten.
Höhenlage: Das Dorf liegt auf ca. 1.150 m ü. d. M., eingebettet in das Eggental, direkt am Fuß der gewaltigen Dolomitengipfel des Latemar und Rosengartens.
Entfernung Großstadt: 25 km von Bozen, 40 km von Trient, ca. 180 km von Innsbruck, ca. 1 Std. 30 Min. vom Flughafen Verona (VRN).
Camping: Zahlreiche Campingplätze und Bauernhöfe mit Ferienwohnungen finden sich im Tal und an den Hängen, oft mit direktem Blick auf die Dolomiten; im engen Dorfkern selbst keine großen Anlagen.
Flughafen: Bozen (BZO) – ca. 30 Min. Fahrt; Verona-Villafranca (VRN) – ca. 1 Std. 30 Min.; Innsbruck (INN) – ca. 1 Std. 45 Min.
CAP (Postleitzahl): 39053
Kfz-Kennzeichen: BZ
Vorwahl: 0471
Lage: Im Herzen des Eggentals (Val d’Ega), an der Grenze zwischen dem deutschen und dem ladinischen Sprachgebiet; das Dorf wird überragt von der Westflanke des **Latemar**, einem der markantesten Dolomitengebirge, und liegt am Eingang zum Naturpark Schlern-Rosengarten.
Reisezeit: Juni bis September (ideale Wanderbedingungen, blühende Almwiesen); Dezember bis März (Schneesicher, ideal für Langlauf und Skifahren am Carezza); Oktober ist besonders spektakulär wegen der „Goldenen Lärchen“ und des Enrosadira (Rosengarten-Leuchten).
Besonderheit: Tor zum **UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten**; Schauplatz der Sage vom König Laurin und seinem Rosengarten; Startpunkt für die Umrundung des Latemar; bekannt für den nahen **Karersee** (Lago di Carezza), der als der farbenprächtigste See der Alpen gilt; traditionelle Holzhandwerkskunst und alpine Landwirtschaft.

Welschnofen ist kein Ort, den man nur sieht; man spürt ihn in der Stille der Wälder und in der erdrückenden Größe der Berge, die sich über dem Tal auftürmen. Hier endet die Welt der Täler und es beginnt das Reich der Felsen. „Qui le montagne non sono uno sfondo, sono i padroni di casa che decidono la luce e il tempo.“ (Hier sind die Berge kein Hintergrund, sie sind die Hausherren, die über Licht und Zeit entscheiden.) Die Luft ist klar und kühl, erfüllt vom Duft von Fichtenharz, Heu und im Herbst vom rauchigen Aroma der Kastanienfeuer. Es ist ein Ort der Ursprünglichkeit, an dem die Zeit nach dem Rhythmus der Jahreszeiten und nicht nach der Uhr tickt.

Das absolute Herzstück ist der **Latemar**, ein gewaltiger Gebirgsstock aus dunklem Dolomit, dessen schroffe Zacken wie eine gezackte Krone über dem Dorf thronen. Für Wanderer ist die **Umrundung des Latemar** eine der schönsten Mehrtagestouren der Alpen, die durch einsame Täler, über hohe Jochpässe und vorbei an kristallklaren Bergseen führt. Doch auch für Tagesausflügler bietet das Tal Wunder: Nur wenige Kilometer entfernt liegt der **Karersee**, ein kleiner Bergsee, dessen Wasser je nach Lichteinfall in allen Schattierungen von Smaragdgrün bis Tiefblau leuchtet und die bizarren Felsformationen des Latemar perfekt spiegelt. Der Legende nach färbte sich der See so, als der Zwergenkönig Laurin vor Wut seinen unsichtbaren Mantel warf und den Himmel sowie die Blumen um sich herum verwünschte.

Denn Welschnofen ist auch das Reich der **Sagen**. Die Geschichte von König Laurin, der in den Bergen einen rosafarbenen Garten versteckte, der nur bei Sonnenaufgang und -untergang sichtbar ist (das Phänomen des **Enrosadira**), ist hier allgegenwärtig. Wenn die Abendsonne die Gipfel des Rosengartens in ein intensives Rosa und Violett taucht, versteht man, warum die Menschen hier an Magie glaubten. Es ist ein Schauspiel von solcher Intensität, dass man den Atem anhält.

Das Dorf selbst hat seinen ländlichen Charme bewahrt. Traditionelle Bauernhöfe mit weit vorspringenden Dächern reihen sich aneinander, und in vielen Werkstätten wird noch immer das alte Handwerk der **Holzschnitzerei** und Drechslerei gepflegt. Die Kirche **St. Katharina** mit ihrem schlanken Turm ist der geistige Mittelpunkt, von dem aus man den besten Blick auf die Bergriesen hat. Im Winter verwandelt sich Welschnofen in ein Paradies für Langläufer und Skitourengeher, während im Sommer die Almen mit Glockengeläut und dem Ruf der Murmeltiere erfüllt sind.

Kulinarisch ist Welschnofen typisch südtirolisch: Deftig, ehrlich und bodenständig. Spezialitäten wie „Schlutzkrapfen“ (gefüllte Teigtaschen ähnlich Ravioli), „Kaiserschmarrn“, Speckknödel und geräucherter Speck vom eigenen Hof stehen auf der Speisekarte. Dazu passt ein kräftiger Rotwein aus dem nahen Überetsch oder ein frischer Apfelmost. Ein Abend auf der Sonnenterrasse einer Almhütte, während die Schatten länger werden und die Bergspitzen zu leuchten beginnen, ist ein Moment purer Glückseligkeit.

Für Fotografen ist Welschnofen ein Traum aus Kontrasten und Licht. Das Spiel des Enrosadira bietet Farben, die kaum zu glauben sind. Die Reflexion des Latemar im Karersee ist eines der meistfotografierten Motive der Dolomiten. Die Texturen reichen vom rauen, zerklüfteten Fels über das weiche Moos der Wälder bis zum glatten Spiegel des Sees. Während Cortina den Glamour der Skiwelt zeigt und Ala die elegante Architektur, verkörpert Welschnofen die wilde, mythische Seele der Dolomiten. Es ist ein Ort, an dem man sich klein fühlt vor der Natur, aber gleichzeitig geborgen in ihrer Größe. Ein Tal, das man nicht vergisst, sobald man es betreten hat.

Welschnofen

 

 
   
   
 
   
   

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