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Fotografien aus Italien  
   
   
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Porto Venere - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Porto Venere  
   

Land: Italien
Region: Ligurien (Liguria)
Provinz: La Spezia (SP)
Einwohner: ca. 4.000 (Portoveneresi)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im 12. Jahrhundert als Festung der Republik Genua; benannt nach dem Tempel der Venus, der einst an dieser Stelle stand.
Höhenlage: 5 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 12 km von La Spezia, 90 km von Genua, 100 km vom Flughafen Genua (GOA), 110 km vom Flughafen Pisa (PSA).
Camping: Keine Campingplätze im historischen Kern oder auf den schroffen Klippen; nächste Möglichkeiten ca. 5–8 km Richtung Lerici oder ins Hinterland (Batterie).
Flughafen: Pisa-Galileo Galilei (PSA) – ca. 1 Std. 30 Min. Fahrt; alternativ Genua (GOA) – ca. 1 Std. 45 Min.
CAP (Postleitzahl): 19025
Kfz-Kennzeichen: SP
Vorwahl: 0187
Lage: Am äußersten Ende des Golfs von La Spezia, auf einer schmalen Landzunge zwischen dem offenen Meer und der geschützten Bucht; Teil der UNESCO-Welterbestätte Cinque Terre und Golf von Porto Venere.
Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, ideales Licht); Juli und August sehr belebt; Winter stürmisch, aber dramatisch schön und ruhig.
Besonderheit: UNESCO-Welterbe zusammen mit den Cinque Terre; markante Kirche San Pietro auf den schwarzen Klippen; farbenfrohe Häuserzeile am Hafen; Grotta Byron; Verbindung per Boot zu den Inseln Palmaria, Tino und Tinetto.

Porto Venere ist dort, wo die ligurische Küste ihre Maske fallen lässt und in ihrer ganzen rauen, poetischen Schönheit zum Vorschein kommt. Der Name ehrt die Göttin der Liebe, doch dieser Ort ist mehr als nur schön; er ist erhaben. Die berühmte Zeile bunter Häuser, die sich wie eine Perlenkette um den kleinen Hafen schmiegt, wirkt fast unwirklich gegen das tiefe Blau des Meeres und das Schwarz der Klippen. Doch das wahre Wahrzeichen ist die Kirche San Pietro, die einsam und trotzig auf dem vorspringenden Felsen thront, direkt dort, wo die Wellen mit voller Wucht gegen das Gestein peitschen. Es ist ein Bild von solcher Kraft, dass man den Atem anhält. *„La beauté est une promesse de bonheur, mais ici, elle est une certitude.“* (Schönheit ist ein Versprechen auf Glück, aber hier ist sie eine Gewissheit.) In Porto Venere scheint dieses Versprechen jeden Tag eingelöst zu werden, besonders wenn das Abendlicht die Fassaden in Gold taucht und die Schatten der Klippen länger werden.

Das Dorf selbst ist ein Labyrinth aus engen Gassen (Caruggi), die steil den Hang hinaufführen und immer wieder neue Ausblicke auf den Golf und die drei vorgelagerten Inseln bieten. Die Atmosphäre ist anders als in den überlaufenen Cinque Terre: etwas ruhiger, etwas aristokratischer, aber dennoch authentisch ligurisch. Man hört das Klappern der Schuhe auf dem Stein, das Rufen der Möwen und das ferne Tuten der Fähren, die zur Insel Palmaria übersetzen. Die Grotta Byron, eine Höhle am Fuße der Klippen, in der sich der Dichter Lord Byron gerne zum Nachdenken zurückzog, zeugt von der inspirierenden Kraft dieses Ortes. Hier, im Schatten der Felsen, soll er einige seiner schönsten Verse geschrieben haben, getrieben vom Rhythmus des Meeres.

Für Fotografen ist Porto Venere eine Herausforderung und eine Belohnung zugleich. Die Kontraste sind extrem: das harte Sonnenlicht auf den bunten Fassaden, die tiefen Schatten in den Gassen, die weiße Gischt an den schwarzen Felsen. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die Textur des alten Steins und die Patina der Holzfensterläden einfangen, während die Drohne (unter strengster Beachtung der Flugverbotszonen im UNESCO-Gebiet und über dem Militärgebiet auf Palmaria!) atemberaubende Aufnahmen der Landzunge und der isolierten Kirche liefern kann. Die Perspektive von oben zeigt deutlich, wie fragil und gleichzeitig wie unerschütterlich dieser Ort im Meer verankert ist.

Abends, wenn die Tagesausflügler abgereist sind und die Lichter der Boote im Hafen angehen, offenbart Porto Venere seine magische Seite. Die Stille kehrt ein, unterbrochen nur vom Plätschern der Wellen und dem leisen Gespräch der Einheimischen in den kleinen Osterien. Man isst frischen Fisch, oft mit Pesto genossener Trofie, und trinkt einen lokalen Weißwein, während man auf das dunkle Meer hinausschaut. Porto Venere ist kein Ort für den schnellen Konsum, sondern für jene, die die Tiefe der Landschaft und die Kraft der Elemente spüren wollen. Ein Ort, an dem Mensch und Natur in einem ewigen, respektvollen Dialog stehen.

Porto Venere

 

 
   
   
 
   
   

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