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Fotografien aus Italien  
   
   
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Pienza - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Pienza  
   

Land: Italien
Region: Toskana (Toscana)
Provinz: Siena (SI)
Einwohner: ca. 2.100 (Pienzesi)
Gründung/Erwähnung: Ursprünglich Corsignano; 1462 von Papst Pius II. zur Idealstadt Pienza umgestaltet und umbenannt.
Höhenlage: 491 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 45 km von Siena, 65 km von Arezzo, 130 km vom Flughafen Florenz (FLR), 160 km vom Flughafen Rom-Fiumicino (FCO).
Camping: Keine Campingplätze im historischen Kern (Denkmalschutz); nächste Möglichkeiten ca. 5–10 km außerhalb in der Val d’Orcia (Agriturismo mit Stellplätzen).
Flughafen: Florenz-Peretola (FLR) – ca. 1 Std. 30 Min.; alternativ Rom-Fiumicino (FCO) – ca. 2 Std.
CAP (Postleitzahl): 53026
Kfz-Kennzeichen: SI
Vorwahl: 0578
Lage: Auf einem Hügelrücken im Herzen der Val d’Orcia, mit Panoramablick auf das Tal und den Monte Amiata; Teil des UNESCO-Welterbes.
Reisezeit: Mai, Juni und September (ideales Licht für Fotografie, angenehme Temperaturen); Juli und August sehr warm, aber landschaftlich golden; Winter ruhig und oft neblig-mystisch.
Besonderheit: Die erste und einzige „ideale Stadt“ der Renaissance, geplant von Bernardo Rossellino für Papst Pius II.; UNESCO-Welterbe seit 1996; berühmt für den Pecorino-Käse (Pecorino di Pienza) und die perfekte Harmonie ihrer Architektur.

Pienza ist kein gewöhnliches Dorf, sondern ein Manifest aus Stein, ein Traum der Renaissance, der Wirklichkeit wurde. Als Papst Pius II. beschloss, seinen Geburtsort Corsignano in eine ideale Stadt zu verwandeln, schuf er etwas Einzigartiges: einen Ort, der nicht gewachsen ist, sondern gedacht wurde. Betrittst du die Stadt durch das kleine Tor und stehst plötzlich auf der Piazza Pio II, fühlt es sich an, als wäre die Zeit vor 500 Jahren stehen geblieben. Die Proportionen der Gebäude, der Brunnen in der Mitte, der Blick, der durch die schmale Via dell’Amore direkt auf die sanften Hügel der Val d’Orcia fällt – alles ist perfekt austariert, eine Hommage an die menschliche Vernunft und Schönheit. *„L’architecture est le jeu savant, correct et magnifique des volumes assemblés sous la lumière.“* (Architektur ist das gelehrte, korrekte und prächtige Spiel der unter dem Licht zusammengefügten Volumen.) Le Corbusier hätte Pienza geliebt, denn hier ist jedes Volumen genau dort, wo es sein muss.

Die Stadt ist klein, fast intim, und lässt sich in einer Stunde durchqueren, doch jeder Schritt lohnt sich. Der Dom, dessen Fassade die hügelige Landschaft widerspiegelt, steht stolz am Platz, flankiert vom Palazzo Piccolomini mit seinem hängenden Garten, der einen der besten Ausblicke der Toskana bietet. Von hier aus siehst du die Zypressenalleen, die sich wie grüne Adern durch das goldene Land ziehen, und verstehst, warum diese Landschaft Maler und Dichter seit Jahrhunderten inspiriert. Die Luft ist erfüllt vom Duft von wildem Fenchel, reifendem Pecorino und dem erdigen Aroma der Trüffel, die in den Wäldern in der Nähe gegraben werden. Pienza ist auch die Hauptstadt des Pecorino-Käses; in den kleinen Läden entlang der Hauptstraße reifen hunderte von Laiben, jeder mit seinem eigenen Charakter, von frisch und mild bis hart und pikant.

Abends, wenn die Touristenbusse abgereist sind und das warme Abendlicht die Travertin-Fassaden in ein sanftes Rosa taucht, offenbart Pienza sein wahres Gesicht. Es wird still, nur das Geläut der Glocken und das ferne Blöken der Schafe dringen herauf. Dann ist es leicht, sich vorzustellen, wie der Papst selbst über diesen Platz schritt, zufrieden mit seinem Werk, das die Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellte. Die Straßen sind gepflastert mit dem typischen Kopfstein, der unter den Sohlen der Vintage-Schuhe oder Kamera-Stative angenehm nachgibt. Für Fotografen ist jede Ecke ein neues Bild, jedes Lichtspiel ein neues Abenteuer. Die Val d’Orcia vor der Tür ist eine der meistfotografierten Landschaften der Welt, doch von den Mauern Pienzas aus wirkt sie noch ursprünglicher, noch unberührter.

Pienza lehrt uns, dass Perfektion möglich ist, wenn Vision und Handwerk sich vereinen. Es ist ein Ort der Ruhe, der Ästhetik und des guten Geschmacks im wahrsten Sinne des Wortes. Wer hier verweilt, findet nicht nur schöne Bilder für seine Sammlung oder neue Motive für die Drohne, sondern auch eine tiefe innere Ruhe. Es ist ein Juwel der Toskana, das man nicht nur besuchen, sondern erleben muss, mit allen Sinnen, bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit. Hier, auf dem Hügel, fühlt man sich der Erde und dem Himmel gleichermaßen nah.

Pienza

 

 
   
   
 
   
   

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