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Fotografien aus Italien  
   
   
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Pisa - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Pisa  
   

Land: Italien
Region: Toskana (Toscana)
Provinz: Pisa (PI)
Einwohner: ca. 90.000 (Pisani)
Gründung/Erwähnung: Etruskische Wurzeln; als römische Kolonie im 2. Jahrhundert v. Chr. bedeutend; maritime Großmacht im Mittelalter (Republik Pisa).
Höhenlage: 4 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 80 km von Florenz, 20 km von Livorno, 5 km vom Flughafen Pisa (PSA), 75 km vom Flughafen Florenz (FLR).
Camping: Mehrere Campingplätze in den Küstenorten bei Marina di Pisa und Tirrenia (ca. 10–15 km entfernt); keine großen Plätze im Stadtzentrum.
Flughafen: Pisa-Galileo Galilei (PSA) – ca. 10 Min. mit dem Bus oder Taxi; idealer Einstiegspunkt für die Toskana.
CAP (Postleitzahl): 56121
Kfz-Kennzeichen: PI
Vorwahl: 050
Lage: Am Fluss Arno, kurz vor dessen Mündung ins Ligurische Meer; eingebettet in die flache Ebene der Piana Pisana, umgeben von den Hügeln der Monti Pisani.
Reisezeit: Ganzjährig angenehm; besonders schön im Frühling (Blüte) und Herbst (milde Temperaturen, weniger Touristen); Sommer kann heiß werden, aber die Meeresbrise hilft.
Besonderheit: Weltberühmter Schiefer Turm auf der Piazza dei Miracoli (UNESCO-Welterbe); historische Seemacht mit reicher Kunstgeschichte (Camposanto, Dom, Baptisterium); junge Universitätsstadt mit lebendigem Nachtleben.

Pisa ist viel mehr als nur ein schiefes Foto. Zwar zieht der Torre Pendente Millionen von Besuchern an, die versuchen, den Turm mit einer Hand zu stützen, doch wer hier verweilt, entdeckt eine Stadt von erstaunlicher Tiefe und Eleganz. Die Piazza dei Miracoli ist eines der eindrucksvollsten Ensembles der Welt: Der weiße Marmor des Doms, das riesige Baptisterium mit seiner perfekten Akustik und der Camposanto, der friedliche Friedhof mit seinen Fresken, bilden eine Kulisse, die ihresgleichen sucht. Doch das wahre Leben spielt sich abseits dieses Platzes ab, entlang des Arno, dessen Uferpromenade (Lungarno) mit ihren palastartigen Gebäuden an eine kleinere Version von Paris erinnert. *„La beauté sauvera le monde.“* (Die Schönheit wird die Welt retten.) Dieser Satz von Dostojewski scheint in Pisa besonders wahr, denn selbst in den verwinkelten Gassen des alten Viertels Borgo Stretto, wo Galileo Galilei einst lehrte, findet man Schönheit im Detail.

Die Stadt atmet Geschichte, aber sie ist nicht museal erstarrt. Als wichtige Universitätsstadt pulsiert hier junges Leben, besonders abends, wenn Studenten und Einheimische sich in den zahlreichen Osterien und Bars treffen. Der Markt auf der Piazza delle Vettovaglie ist ein Fest für die Sinne: frisches Gemüse, Fisch aus dem nahen Meer, Käse und Gewürze füllen die Luft mit Düften, die sofort Appetit machen. Pisa war einst eine mächtige Seerepublik, deren Flotte das Mittelmeer beherrschte, und dieser Stolz ist noch immer spürbar. Die Kirchen sind voll mit Spuren aus dem Orient, gebracht von den Kreuzfahrern, und die Architektur zeigt einen einzigartigen Stil, den man nur hier findet: den pisano-romanischen Stil mit seinen blinden Arkaden und bunten Marmoreinlagen.

Für Fotografen bietet Pisa unendlich viele Möglichkeiten. Nicht nur der Turm, sondern auch die Reflexionen im Arno, die Brücken wie der Ponte di Mezzo bei Sonnenuntergang und die versteckten Höfe der alten Paläste sind lohnende Motive. Mit deiner Vintage-Ausrüstung kannst du hier das harte toskanische Licht einfangen, das den Marmor zum Leuchten bringt. Und wenn du deine Drohne startest (natürlich unter strenger Beachtung der Flugverbotszonen über dem UNESCO-Gelände!), eröffnen sich Perspektiven auf die geometrische Perfektion der Piazza, die vom Boden aus kaum vorstellbar sind.

Pisa ist eine Stadt der Kontraste: zwischen Schiefe und Symmetrie, zwischen touristischem Rummel und studentischer Ruhe, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es ist ein Ort, der lehrt, dass Imperfektion – wie der schräge Turm – oft das ist, was etwas unvergesslich macht. Wer hierher kommt, sollte sich Zeit nehmen, um neben dem Turm auch die anderen Wunder zu sehen und einfach am Flussufer zu sitzen, während die Sonne im Wasser versinkt.

Pisa

 

 
   
   
 
   
   

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