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Fotografien aus Italien  
   
   
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Porto Ercole - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Porto Ercole  
   

Land: Italien
Region: Toskana (Toscana)
Provinz: Grosseto (GR)
Einwohner: ca. 2.000 (Ercolesi)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im Mittelalter; unter spanischer Herrschaft im 16. Jahrhundert zur Festungsstadt ausgebaut; bekannt als Ort des Todes von Caravaggio (1610).
Höhenlage: 5 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 25 km von Orbetello, 140 km von Rom, 160 km vom Flughafen Rom-Fiumicino (FCO), 130 km vom Flughafen Pisa (PSA).
Camping: Keine Campingplätze direkt im historischen Kern; nächste Möglichkeiten ca. 3–5 km Richtung Spiaggia delle Marine oder in der Lagune von Orbetello.
Flughafen: Rom-Fiumicino (FCO) – ca. 2 Std. Fahrt; alternativ Pisa (PSA) – ca. 2 Std. 15 Min.
CAP (Postleitzahl): 58019
Kfz-Kennzeichen: GR
Vorwahl: 0564
Lage: Auf einer Landzunge am südlichen Ende der Monte-Argentario-Halbinsel; flankiert von zwei markanten spanischen Festungen (Forte Stella und Forte Filippo); Blick auf die Insel Giglio.
Reisezeit: Mai, Juni und September (angenehme Temperaturen, ideales Licht); Juli und August sehr warm und belebt; Winter ruhig, stürmisch, aber dramatisch schön.
Besonderheit: Historischer Ort, an dem der Maler Caravaggio unter mysteriösen Umständen starb; Teil des „Presidi“-Systems der Spanier; malerischer Fischerhafen mit bunten Booten; Zugang zu versteckten Buchten und Klippenpfaden.

Porto Ercole ist ein Ort, an dem Geschichte und Legende sich im Salzwind der toskanischen Küste vermischen. Die Silhouette des Dorfes wird dominiert von den mächtigen Festungen, die die Spanier im 16. Jahrhundert errichteten, um ihre Herrschaft über die Tyrrhenische See zu sichern. Doch über den steinernen Mauern schwebt immer noch der Geist von Caravaggio, der hier im Sommer 1610, auf der Flucht vor seinen Verfolgern und fieberkrank, unter ungeklärten Umständen starb. Dieser Hauch von Tragik und Geheimnis verleiht dem Ort eine Tiefe, die über das übliche Bild eines Ferienortes hinausgeht. *„La vie est une tragédie pour celui qui sent, et une comédie pour celui qui pense.“* (Das Leben ist eine Tragödie für den, der fühlt, und eine Komödie für den, der denkt.) In Porto Ercole scheinen beide Aspekte vereint: das harte Schicksal des Künstlers und die heitere Gelassenheit des heutigen Lebens am Meer.

Der kleine Hafen ist das pulsierende Herz des Ortes. Hier liegen die bunten Fischerboote dicht an dicht, und der Duft von frischem Fisch, Tomatensauce und Basilikum zieht sich durch die engen Gassen der Altstadt. Die Häuser, eng aneinandergebaut und in warmen Ocker- und Terrakottatönen gestrichen, klettern den Hang hinauf bis zu den Festungsmauern. Ein Spaziergang hinauf zum Forte Stella bietet nicht nur einen Einblick in die militärische Architektur, sondern auch einen der spektakulärsten Ausblicke der Toskana: Man sieht die silbrige Lagune von Orbetello, das tiefblaue offene Meer und bei klarer Sicht die Insel Giglio wie einen dunklen Schatten am Horizont. Die Luft ist erfüllt vom Duft der wilden Kapern, die aus den Ritzen der alten Mauern wachsen, und vom Rosmarin, der an den Hängen duftet.

Doch Porto Ercole ist auch ein Tor zu einigen der schönsten Strände Italiens. Die nahegelegene Spiaggia delle Marine, ein langer Sandstrand mit flachem, türkisfarbenem Wasser, ist perfekt für Familien und Schwimmer. Wer es einsamer mag, findet entlang der zerklüfteten Küste versteckte Buchten, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind. Das Wasser hier ist kristallklar, gesäumt von Pinienwäldern, die bis ans Meer reichen. Für Fotografen bietet der Ort ein Spiel aus Licht und Schatten: die weißen Festungsmauern im grellen Mittagslicht, die goldenen Reflexionen am Abend und die dramatischen Wolkenformationen im Winter, die das Meer peitschen.

Abends, wenn die Touristen abgereist sind und die Fischer ihre Netze flicken, kehrt eine alte Ruhe ein. Dann sitzt man in einer der kleinen Osterien, isst einen Teller Spaghetti alle Vongole und trinkt einen kühlen Weißwein aus der Maremma. Man spürt die Verbindung zur Vergangenheit, zur Kunst und zur rauen Natur der Küste. Porto Ercole ist kein Ort für lauten Glamour wie Porto Cervo, sondern für jene, die Schönheit mit Geschichte und Melancholie verbinden wollen. Es ist ein Ort, der bleibt, auch wenn die Wellen kommen und gehen.

Porto Ercole

 

 
   
   
 
   
   

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