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Fotografien aus Italien  
   
   
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Riomaggiore - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Riomaggiore  
   

Land: Italien
Region: Ligurien (Liguria)
Provinz: La Spezia (SP)
Einwohner: ca. 1.500 (Riomaggioresi)
Gründung/Erwähnung: Legendenhafte Gründung im 8. Jahrhundert durch griechische Flüchtlinge; erste urkundliche Erwähnung im 13. Jahrhundert unter der Herrschaft Genuas.
Höhenlage: 5 m ü. d. M. (Hafen), bis ca. 200 m (oberer Ortsteil)
Entfernung Großstadt: 12 km von La Spezia, 95 km von Genua, 105 km vom Flughafen Pisa (PSA), 115 km vom Flughafen Genua (GOA).
Camping: Keine Campingplätze im steilen Ortskern oder direkt an der Küste (Naturschutzgebiet); nächste Möglichkeiten ca. 5–8 km Richtung La Spezia oder im Hinterland (Batterie).
Flughafen: Pisa-Galileo Galilei (PSA) – ca. 1 Std. 45 Min. (Zug/Bus); alternativ Genua (GOA) – ca. 2 Std.
CAP (Postleitzahl): 19017
Kfz-Kennzeichen: SP
Vorwahl: 0187
Lage: Als östlichstes Dorf der Cinque Terre in einer steilen Schlucht (Valle di Rio Maggiore) gelegen, die sich trichterförmig zum Meer öffnet; Häuser klettern dicht gedrängt den Hang hinauf.
Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, blühende Vegetation); Juli und August sehr überlaufen und heiß; Winter ruhig, manche Wanderwege geschlossen.
Besonderheit: Bekannt für die „Via dell’Amore“ (Liebesweg, derzeit oft gesperrt wegen Erdrutschgefahr/Sanierung); malerischer kleiner Hafen mit bunten Booten; terrassierte Weinberge (DOC Cinque Terre); autoverbotenes Zentrum (ZTL).

Riomaggiore ist der dramatische Auftakt der Cinque Terre, wenn man von La Spezia kommt – ein Wasserfall aus bunten Häusern, der scheinbar mühelos den steilen Hang hinab ins Meer stürzt. Der Name leitet sich vom Fluss „Rio Maggiore“ ab, der heute meist trocken liegt oder unterirdisch fließt, dessen Tal aber die Schlucht formte, in die sich das Dorf zwängte. Wenn du den Bahnhof verlässt und durch den kurzen Tunnel trittst, eröffnet sich dir plötzlich die Piazza Matteotti, gesäumt von hohen, schmalen Türmenhäusern in Ocker-, Rot- und Rosatönen, die so dicht beieinander stehen, dass sie kaum Luft zum Atmen zu haben scheinen. Doch genau diese Enge schafft die einzigartige Intimität des Ortes. *„La vie est plus belle quand on la regarde d’en bas.“* (Das Leben ist schöner, wenn man es von unten betrachtet.) Von der kleinen Hafeneinfahrt aus wirkt Riomaggiore wie eine Kulisse aus einem Traum, unrealistisch perfekt in ihrer vertikalen Anordnung.

Das Herz des Dorfes schlägt im winzigen Hafenbecken (Marina), wo bunte Fischerboote eng an eng schaukeln und die Wellen sanft gegen die alten Steinmauern klatschen. Hier riecht es nach Salz, Frittiertem (Frittura mista ist ein Muss!) und dem würzigen Duft des Pesto, der aus den offenen Küchen der kleinen Trattorien weht. Die Hauptstraße, Via Colombo, ist die einzige autofreie Achse, die sich steil den Berg hinaufwindet und voller kleiner Läden, Weinbars und Kunsthandwerk ist. Doch der wahre Zauber liegt in den hunderten von Treppenstufen und schmalen Pfaden (caruggi), die seitlich abzweigen und zu versteckten Terrassen führen, von denen aus man einen atemberaubenden Blick auf die benachbarten Dörfer und das offene Meer hat.

Für Fotografen ist Riomaggiore eine Herausforderung der Perspektive. Die senkrechte Architektur erfordert Weitwinkelobjektive, um die Höhe einzufangen, oder Teleobjektive, um Details wie Wäscheleinen zwischen den Häusern oder alte Holzfensterläden zu isolieren. Das Licht ist hier besonders intensiv, da es vom Wasser reflektiert wird und die Fassaden zum Leuchten bringt. Die goldenen Stunden sind magisch, wenn die Sonne die oberen Häuser trifft und der Hafen noch im Schatten liegt. Mit deiner Drohne (unter strengster Beachtung der extremen Flugverbotszonen im Nationalpark Cinque Terre und über bewohntem Gebiet! Hier ist das Fliegen oft komplett untersagt oder nur mit Sondergenehmigung möglich) wären die Aufnahmen spektakulär, aber am Boden ist die Fotografie ebenso lohnend. Die Vintage-Kamera wird die grobe Textur des Steins und die lebendigen Farben lieben.

Riomaggiore ist auch ein Tor zur Natur. Der berühmte „Weg der Liebe“ (Via dell’Amore), der einst nach Manarola führte, ist aufgrund von Erdrutschgefahren seit Jahren gesperrt und wird saniert (Stand 2026 immer noch ein Thema der Diskussion). Doch alternative Wanderwege, wie der Sentiero Azzurro (sofern geöffnet) oder die höher gelegenen Pfade durch die Weinberge, bieten wilde Aussichten auf die terrassierten Reben, die mühsam von Hand bewirtschaftet werden. Abends, wenn die Tagesausflügler abgereist sind und die Lichter der Restaurants sich im schwarzen Wasser spiegeln, wird Riomaggiore wieder zu dem, was es immer war: ein Fischerdorf, das sich trotzig gegen die Schwerkraft und die Elemente behauptet. Ein Ort, der beweist, dass Schönheit auch vertikal existieren kann.

Riomaggiore

 

 
   
   
 
   
   

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