..:  Looking-at-italy  :..
deutschland   
   
Fotografien aus Italien  
   
   
xxxxx
   
   
»
Riva del Garda - Bericht  
   
   
   
   
»
Tourist-Information - Riva del Garda  
   

Land: Italien
Region: Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige)
Provinz: Trient (Trento)
Einwohner: ca. 17.500 (Rivani)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im 12. Jahrhundert; entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum exklusiven Kurort der österreichisch-ungarischen Aristokratie („Österreichisches Nizza“).
Höhenlage: 70 m ü. d. M. (einer der tiefstgelegenen Orte am Gardasee).
Entfernung Großstadt: 30 km von Trient, 55 km von Verona, 160 km vom Flughafen Verona (VRN), 180 km vom Flughafen Mailand-Malpensa (MXP).
Camping: Zahlreiche Campingplätze direkt am Seeufer und in den angrenzenden Hügeln (z.B. Camping San Francesco, Piani di Mogno); ideale Bedingungen für Wohnmobile, Zelte und Glamping.
Flughafen: Verona-Villafranca (VRN) – ca. 1 Std. 45 Min. Fahrt; alternativ Bergamo (BGY) – ca. 2 Std.; Innsbruck (INN) – ca. 2 Std. 30 Min.
CAP (Postleitzahl): 38066
Kfz-Kennzeichen: TN
Vorwahl: 0464
Lage: Am nördlichen Ende des Gardasees, eingebettet zwischen steilen Felswänden der Alpen und dem tiefblauen Wasser; Mündung des Flusses Sarca; umgeben von Zitronenhainen und Olivenhainen.
Reisezeit: April bis Oktober (ideal für Segeln, Windsurfen, Wandern und Klettern); Mai und Juni blütenreich; September warmes Wasser und weniger Wind; Winter mild, aber windig (beliebt bei Surfern).
Besonderheit: Weltberühmtes Zentrum für Wind- und Kitesurfing dank beständiger Winde („Ora“ und „Peler“); historischer Stadtkern mit venezianischem Einfluss (Torre Apponale); Geburtsort des Art Nouveau-Stils am See; Zugang zu spektakulären Kletterrouten und Wanderwegen (Varone-Wasserfall).

Riva del Garda ist der Ort, an dem das Mittelmeer auf die Alpen trifft und eine Symbiose eingeht, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Hier, am nördlichsten Zipfel des Gardasees, wirkt das Wasser oft wilder, dunkler und tiefer als im Süden, gesäumt von schroffen, grauen Felswänden, die senkrecht aus dem See aufragen. Doch gleichzeitig gedeihen hier Palmen, Zitronenbäume und Oleander, ein Zeugnis des milden Mikroklimas, das schon Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sisi“) und Franz Kafka hierherzog. Die Stadt atmet den Geist der Belle Époque: Breite Promenaden, elegante Villen im Jugendstil und der markante Uhrturm Torre Apponale, der wie ein Leuchtturm über dem Hafen wacht. *„Le vent est le souffle de la liberté.“* (Der Wind ist der Atem der Freiheit.) In Riva ist dieser Satz Programm, denn der Himmel über dem See ist fast immer gefüllt mit bunten Segeln von Surfern, die die legendären Winde „Peler“ (morgens aus dem Norden) und „Ora“ (nachmittags aus dem Süden) nutzen.

Das Herz der Stadt schlägt auf der Piazza 3 Novembre, direkt am Wasser, wo sich Einheimische und Gäste zum Aperitivo treffen und den Blick auf die Boote genießen, die im geschützten Hafen schaukeln. Die engen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein, vorbei an historischen Cafés, Kunsthandwerksläden und dem Museo Alto Garda, das die reiche Geschichte der Region erzählt. Nur wenige Schritte entfernt tobt der Varone-Wasserfall, eine gewaltige Kraft der Natur, die sich durch den Fels gegraben hat und auch im Sommer nicht versiegt. Die Atmosphäre ist sportlich und zugleich kultiviert; man sieht Kletterer mit ihren Seilen ebenso wie Herren im Anzug, die einen Espresso trinken.

Für Fotografen bietet Riva del Garda ein dramatisches Spiel aus Elementen. Die Kontraste sind extrem: das tiefe Blau des Wassers gegen das harte Grau der Dolomitenvorberge, das satte Grün der Zitronenhaine und das Weiß der Schaumkronen, wenn der Wind auffrischt. Besonders zur „blauen Stunde“, wenn das Licht weich wird und die Berge sich violett färben, entstehen Bilder von großer Intensität. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die Architektur des Liberty-Stils und die Texturen der alten Hafengebäude einfangen, während die Drohne (unter strenger Beachtung der Flugverbotszonen über dem dicht befahrenen See und den bewohnten Gebieten!) spektakuläre Aufnahmen der fjordartigen Landschaft liefern kann, die zeigen, wie sich der See wie ein Finger zwischen die Berge schiebt.

Abends, wenn der Wind nachlässt und das Wasser ruhiger wird, kehrt eine angenehme Stille ein. Dann sitzt man in einer der Osterien am See, isst frischen Seeforellen oder Carpaccio vom Gardasee und trinkt einen lokalen Groppello-Wein. Riva del Garda ist kein Ort für die reine Passivität; es ist ein Platz für alle, die Bewegung suchen, sei es auf dem Wasser, am Fels oder in den Bergen, aber auch die Eleganz und die Kultur nicht missen wollen. Ein Ort, an dem die Natur den Takt angibt und der Mensch lernt, mit den Elementen zu tanzen.

Riva del Garda

 

 
   
   
 
   
   

  Italienbilder  www.Looking-at-italy.com