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Fotografien aus Italien  
   
   
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Sacile - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Sacile  
   

Land: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)
Provinz: Pordenone (PN)
Einwohner: ca. 20.000 (Sacilesi)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im 9. Jahrhundert; blühte im Mittelalter und in der Renaissance als Handelsstadt der Republik Venedig auf („Garten der Serenissima“).
Höhenlage: 25 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 15 km von Pordenone, 45 km von Udine, 60 km von Triest, 80 km vom Flughafen Venedig-Tessera (VCE).
Camping: Keine Campingplätze im historischen Zentrum; nächste Möglichkeiten ca. 5–8 km Richtung Caneva oder an den nahegelegenen Seen (Lago di Santa Maria, Lago del Mort).
Flughafen: Venedig-Tessera (VCE) – ca. 1 Std. Fahrt; alternativ Treviso (TSF) – ca. 45 Min.; Triest (TRS) – ca. 1 Std.
CAP (Postleitzahl): 33077
Kfz-Kennzeichen: PN
Vorwahl: 0434
Lage: Am Zusammenfluss der Flüsse Livenza und Cavolà; das historische Zentrum ist auf zwei kleinen Inseln im Fluss gebaut, verbunden durch zahlreiche Brücken; Tor zum Friaul und zu den Dolomiten.
Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, ideales Licht); Juli und August warm, aber oft schwül; Winter neblig und kalt, aber ruhig.
Besonderheit: Historisches Zentrum mit venezianischen Palästen direkt am Wasser („Klein-Venedig des Friauls“); Piazza del Popolo als einer der schönsten Plätze Italiens; Geburtsort des Komponisten Ildebrando Pizzetti; reiche Geschichte der Seidenproduktion.

Sacile ist der Ort, an dem das Wasser nicht nur fließt, sondern die Stadt trägt und formt. Oft als „Garten der Serenissima“ bezeichnet, wirkt dieser Ort wie ein verstecktes Fragment Venedigs, das weit ins Festland hineingeschwommen ist und hier, umgeben von grünen Hügeln und dem Blau der nahen Alpen, zur Ruhe gekommen ist. Das Herz der Stadt schlägt auf der Piazza del Popolo, einem weitläufigen Platz, der von eleganten Loggien und bunten Fassaden gesäumt wird und sich direkt zum Fluss Livenza öffnet. Hier sitzen die Menschen in den Cafés, beobachten das Spiel des Lichts auf dem Wasser und genießen eine Atmosphäre, die zugleich großstädtisch-elegant und dörflich-vertraut ist. *„L’eau est le miroir de l’âme d’une ville.“* (Das Wasser ist der Spiegel der Seele einer Stadt.) In Sacile scheint dieser Spiegel besonders klar, denn er reflektiert Jahrhunderte von Handel, Kunst und friedlichem Zusammenleben.

Die Architektur ist ein einzigartiges Zeugnis des venezianischen Einflusses im Friaul. Entlang der Uferpromenade reihen sich Paläste aus dem 15. und 16. Jahrhundert aneinander, ihre Fassaden in warmen Ocker-, Rot- und Rosatönen gestrichen, mit Balkonen, die sich über das kühle Nass neigen. Die vielen Brücken, die die beiden Flussinseln miteinander und mit dem Festland verbinden, laden zu Spaziergängen ein, bei denen man immer wieder neue Perspektiven auf die malerischen Häuserzeilen und die alten Mühlen entdeckt. Die Atmosphäre ist geprägt von einer gewissen aristokratischen Melancholie, besonders im Herbst, wenn das Laub der Bäume am Ufer golden wird und sich im dunklen Wasser spiegelt.

Für Fotografen ist Sacile ein Paradies der Reflexionen und Symmetrien. Die ruhige Oberfläche der Livenza vervielfacht die Farben der Gebäude und das Blau des Himmels, creating fast surreale Bilder. Die engen Gassen hinter den Palästen, die oft noch gepflastert sind und von alten Bögen überspannt werden, bieten intime Motive voller Textur und Geschichte. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die weichen Kontraste des Flusslichts und die Patina der verwitterten Steine einfangen, während die Drohne (unter Beachtung der Flugverbotszonen über dem dicht besiedelten Zentrum!) die einzigartige Struktur der Inselstadt und das geometrische Muster der Brücken aus der Vogelperspektive zeigen kann.

Abends, wenn die Lichter der Restaurants und Cafés sich im Fluss verdoppeln und das Rauschen des Wassers die einzige Musik ist, wird Sacile zu einem Ort der Romantik und der Stille. Man sitzt an einem Tisch direkt am Wasser, isst Frico (ein lokales Käsegericht) oder frischen Fisch aus der Livenza und trinkt einen Friulano. Sacile ist kein Ort für lauten Tourismus, sondern für Genießer, die die Eleganz der Vergangenheit und die Schönheit des Wassers schätzen. Ein Juwel im Friaul, das beweist, dass man Venedig nicht verlassen muss, um seine Magie zu erleben.

Sacile

 

 
   
   
 
   
   

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