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Fotografien aus Italien  
   
   
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Savona - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Savona  
   

Land: Italien
Region: Ligurien (Liguria)
Provinz: Savona (SV)
Einwohner: ca. 60.000 (Savonesi)
Gründung/Erwähnung: Ursprung als keltisch-ligurische Siedlung „Zobon“; später wichtiger römischer Hafen („Vada Sabatia“); im Mittelalter mächtige Seerepublik und Rivale Genuas; Geburtsstadt der Päpste Sixtus IV. und Julius II. (aus der Familie Della Rovere).
Höhenlage: 4 m ü. d. M.
Entfernung Großstadt: 35 km von Genua, 70 km von Nizza (F), 60 km vom Flughafen Genua (GOA), 90 km vom Flughafen Nizza (NCE).
Camping: Keine Campingplätze im dicht bebauten Stadtzentrum; nächste Möglichkeiten ca. 5–10 km in den Vororten (Vado Ligure, Albissola Marina) oder im Hinterland.
Flughafen: Genua-Christoph Kolumbus (GOA) – ca. 45 Min. Fahrt; alternativ Nizza-Côte d’Azur (NCE) – ca. 1 Std. 15 Min.
CAP (Postleitzahl): 17100
Kfz-Kennzeichen: SV
Vorwahl: 019
Lage: In einer weiten Bucht am Ligurischen Meer, eingebettet zwischen dem Kap Vado und der Mündung des Flusses Letimbro; geschützt durch die Hügel des Hinterlandes, auf denen die Festung Priamar thront.
Reisezeit: Ganzjährig mild; besonders schön im Frühling (Blüte der Mimosen) und Herbst; Sommer warm und belebt (auch durch Kreuzfahrttourismus); Winter regenreich, aber frostfrei.
Besonderheit: Monumentale Festung Priamar (dominiert die Skyline); Geburtsort zweier Päpste aus dem Haus Della Rovere; wichtigster Fährhafen Liguriens für Verbindungen nach Korsika, Sardinien und Sizilien; Zentrum der Keramikproduktion (zusammen mit Albissola); moderne Architektur (Palazzo della Nave, Nostrum Palace).

Savona ist die Stadt der zwei Gesichter: der stolzen, historischen Vergangenheit als Rivalin Genuas und der modernen Dynamik als Tor zum Mittelmeer. Lange Zeit stand sie im Schatten ihrer mächtigen Nachbarin, doch Savona hat einen eigenen, rauen Charme, der sich nicht versteckt. Wenn du die Stadt betrittst, wird dein Blick sofort von der **Fortezza del Priamar** gefangen, einer gewaltigen Festung aus dem 16. Jahrhundert, die drohend auf einem Felsvorsprung über dem alten Hafen thront. Sie ist das Symbol der genuesischen Unterdrückung (denn sie wurde gebaut, um die aufmüpfigen Savoneser im Zaum zu halten), bietet heute aber den besten Panoramablick über die Bucht und die Dächer der Altstadt. *„La forza non sta nelle mura, ma nella capacità di risorgere dalle ceneri.“* (Die Kraft liegt nicht in den Mauern, sondern in der Fähigkeit, aus der Asche auferstehen.) Savona hat diese Auferstehung mehrfach erlebt, von der Zerstörung durch Genua bis zum modernen Wiederaufbau.

Das Herz der Stadt schlägt heute rund um den neuen Hafen, einen der modernsten und architektonisch interessantesten Italiens. Hier legen nicht nur Fähren ab, die Tausende von Reisenden nach Korsika und Sardinien bringen, sondern auch riesige Kreuzfahrtschiffe. Der Kontrast ist faszinierend: Auf der einen Seite die historische Festung und die engen Gassen der „Ripa Grande“, auf der anderen Seite futuristische Gebäude wie der „Nostrum Palace“ und der „Palazzo della Nave“, die Savona zu einem Schaufenster der zeitgenössischen Architektur machen. Doch vergiss nicht die Wurzeln: Savona ist eng verbunden mit der Keramik. Nur wenige Kilometer entfernt liegen Albissola Marina und Albisola Superiore, wo schon Picasso und Chagall ihre Werke in Ton verwandelten. Die Tradition der „Maiolica“ ist hier allgegenwärtig.

Für Fotografen bietet Savona spannende Kontraste. Die massiven, sonnenbeschienenen Steinmauern der Priamar-Festung wirken fast unwirklich gegen das tiefblaue Meer. Der alte Hafen mit seinen bunten Fischerbooten und den riesigen weißen Fähren im Hintergrund erzählt Geschichten von Reise und Abschied. Das Licht an dieser Küste ist klar und intensiv, besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Fassaden der Altstadt in warmes Gold taucht. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die Textur des alten Hafenviertels und die Details der keramischen Verzierungen einfangen. Die Drohne (unter Beachtung der strengen Flugverbotszonen über dem Fährhafen, dem Militärgebiet der Festung und den Kreuzfahrtterminals!) könnte die geometrische Struktur des neuen Hafens und die Lage der Festung spektakulär zeigen.

Abends, wenn die Schiffe abgelegt haben und die Lichter der Promenade sich im Wasser spiegeln, kehrt eine entspannte Atmosphäre ein. Savona ist keine typische Touristenfalle, sondern eine lebendige Arbeiter- und Hafenstadt mit großer Seele. Man sitzt in einer der Osterien in der Altstadt oder am Hafen, isst frischen Fisch, „Farinata“ (Kichererbsenkuchen) oder Pasta mit Pesto und trinkt einen lokalen Weißwein. Savona ist ein Ort für Entdecker, die bereit sind, hinter die Kulissen der ligurischen Riviera zu blicken und eine Stadt zu erleben, die Geschichte atmet und gleichzeitig in die Zukunft schaut. Ein Tor zum Meer, das offen steht für alle.

Savona

 

 
   
   
 
   
   

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