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Fotografien aus Italien  
   
   
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Stresa - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Stresa  
   

Land: Italien
Region: Piemont (Piemonte)
Provinz: Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Einwohner: ca. 5.000 (Stresani; im Sommer deutlich mehr)
Gründung/Erwähnung: Erste Erwähnungen im Mittelalter; entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum exklusivsten Kurort des Lago Maggiore und Treffpunkt des europäischen Hochadels („Königin der Seen“).
Höhenlage: 205 m ü. d. M. (Seespiegel), Siedlung bis ca. 300 m.
Entfernung Großstadt: 20 km von Verbania, 50 km von Varese, 85 km vom Flughafen Mailand-Malpensa (MXP), 60 km vom Flughafen Lugano (LUG).
Camping: Keine Campingplätze direkt in der engen Uferzone von Stresa; nächste Möglichkeiten ca. 3–5 km in den Nachbarorten (Baveno, Belgirate) oder im Hinterland.
Flughafen: Mailand-Malpensa (MXP) – ca. 45–50 Min. Fahrt; alternativ Lugano (LUG) – ca. 1 Std.; Turin (TRN) – ca. 1 Std. 45 Min.
CAP (Postleitzahl): 28838
Kfz-Kennzeichen: VB
Vorwahl: 0323
Lage: Am westlichen Ufer des Lago Maggiore, in einer geschützten Bucht mit direktem Blick auf die Borromäischen Inseln; eingebettet zwischen dem See und den steilen Hängen, die zu den Alpen führen.
Reisezeit: April bis Oktober (ideale Bedingungen für Gärten und Bootstouren); Mai und Juni blütenreich (Rhododendren, Azaleen, Kamelien); September goldene Farben; Winter sehr ruhig, oft neblig, aber frostfrei.
Besonderheit: Hauptausgangspunkt für die **Borromäischen Inseln** (Isola Bella, Isola Madre, Isola dei Pescatori); berühmte Promenade „Lungolago“ mit Palmen und Liberty-Villen; Tagungsort der „Stresa-Konferenz“ 1935; Nähe zum Sacro Monte di Ghiffa (UNESCO-Welterbe); exklusive Atmosphäre der Belle Époque.

Stresa ist der Ort, an dem der Lago Maggiore seine eleganteste Visitenkarte abgibt und die Vergangenheit nie wirklich geht. Wenn du auf der breiten, palmengesäumten Promenade stehst und auf das blaue Wasser blickst, siehst du direkt gegenüber die Silhouetten der **Borromäischen Inseln**, die wie grüne Juwelen aus dem See ragen. Stresa war im 19. und frühen 20. Jahrhundert der Treffpunkt von Königen, Dichtern und Komponisten (wie Verdi und Wagner), die hierherkamen, um das milde Klima und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Die Architektur der Stadt spiegelt dies wider: Prunkvolle Hotels im Jugendstil, Villen mit weitläufigen Gärten und eine Atmosphäre von gediegener Ruhe. *„Le lac est un miroir où se reflète la grandeur du passé.“* (Der See ist ein Spiegel, in dem sich die Größe der Vergangenheit widerspiegelt.) In Stresa fühlt man sich wie in einem Film aus der Belle Époque, in dem die Zeit langsamer tickt.

Das Herz des touristischen Lebens schlägt am Anleger, von wo aus stündlich Boote zu den Inseln ablegen. Ein Besuch auf der **Isola Bella** mit ihrem barocken Palazzo und den terrassierten Gärten, die wie ein Schiffbug in den See ragen, ist Pflicht. Ebenso die **Isola Madre**, bekannt für ihren englischen Landschaftsgarten und ihre exotischen Pflanzen, sowie die **Isola dei Pescatori**, das einzige dauerhaft bewohnte Eiland mit seinem malerischen Fischerdorf. Zurück in Stresa schlendert man durch die Fußgängerzone, besucht den botanischen Garten „Villa Pallavicino“ (mit freilaufenden Lamas und Pfauen) oder genießt einen Aperitivo in einem der historischen Cafés am See.

Für Fotografen bietet Stresa klassische, postkartenreife Motive. Die Symmetrie der Promenade, die bunten Boote vor der Kulisse der Inseln und die Details der alten Villen sind dankbare Sujets. Das Licht am Westufer ist besonders weich am Nachmittag, wenn die Sonne die Fassaden der Inseln beleuchtet und das Wasser in tiefem Blau schimmert. Mit deiner Vintage-Kamera kannst du die nostalgische Atmosphäre der alten Hotels und die Textur der Palmenblätter einfangen. Die Drohne (unter strenger Beachtung der Flugverbotszonen über dem dicht besiedelten Ufer, den privaten Gärten der Villen und den Schifffahrtsrouten!) könnte spektakuläre Aufnahmen der Anordnung der Inseln und der Bucht von Stresa liefern.

Abends, wenn die letzten Touristenboote abgelegt haben und die Lichter der Inseln und der Promenade sich im dunklen Wasser verdoppeln, wird Stresa zu einem Ort der Romantik und Stille. Man sitzt in einer der Osterien, isst frischen Fisch vom See (Coregone oder Missoltini) mit Polenta und trinkt ein Glas lokalen Weißweins. Stresa ist kein Ort für lautes Nachtleben, sondern für Genießer, die die Eleganz der Vergangenheit, die Schönheit der Gärten und die majestätische Ruhe des Sees suchen. Eine Königin unter den Seenstädten, die ihren Thron nie verloren hat.

Stresa

 

 
   
   
 
   
   

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