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Fotografien aus Italien  
   
   
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Tropea - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Tropea  
   

Land: Italien
Region: Kalabrien (Calabria)
Provinz: Vibo Valentia (VV)
Einwohner: ca. 6.500 (Tropeani)
Gründung/Erwähnung: Legenden zufolge von Herakles gegründet; in der Antike als „Tropea“ bekannt und wichtiger Handelsplatz der Magna Graecia; im Mittelalter durch das Erdbeben von 1783 stark beschädigt, aber mit barockem Charme wiederaufgebaut; weltberühmt für die rote Zwiebel und die dramatische Klippenlage.
Höhenlage: Das historische Zentrum thront auf einem steilen Tuffsteinfelsen ca. 60 m über dem Meer, während der Badeort unten am Strand auf Meereshöhe liegt.
Entfernung Großstadt: 65 km von Vibo Valentia, 90 km von Catanzaro, ca. 120 km vom Flughafen Lamezia Terme (SUF).
Camping: Keine Campingplätze direkt auf dem Felsen des historischen Zentrums; zahlreiche Campinganlagen befinden sich jedoch entlang der Küste nördlich und südlich der Stadt (z.B. in Ricadi oder Capo Vaticano), oft mit Blick auf die Klippen.
Flughafen: Lamezia Terme (SUF) – ca. 1 Std. 15 Min. Fahrt; Reggio Calabria (REG) – ca. 1 Std. 45 Min.
CAP (Postleitzahl): 89861
Kfz-Kennzeichen: VV
Vorwahl: 0963
Lage: An der Westküste Kalabriens, der sogenannten „Küste der Götter“ (Costa degli Dei); die Stadt ist auf einen langen, schmalen Felsgrat gebaut, der sich wie ein Balkon über das tyrrhenische Meer erhebt und im Hintergrund den aktiven Vulkan Stromboli sichtbar macht.
Reisezeit: Mai bis Juni und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, klares Wasser, ideale Sicht auf Stromboli); Juli und August sehr heiß und voll, aber das abendliche Leben auf dem Corso ist unvergleichlich; Winter mild und ruhig, perfekt für Wanderungen und den Genuss der lokalen Küche ohne Touristenmassen.
Besonderheit: Die „Cipolla Rossa di Tropea“ (Rote Zwiebel von Tropea), eine geschützte Sorte mit einzigartig süßem Geschmack; das Santuario di Santa Maria dell’Isola, das malerisch auf einem isolierten Felsen vor der Küste thront; einer der schönsten Strände Italiens mit weißem Sand und türkisblauem Wasser; spektakuläre Sonnenuntergänge, bei denen sich der Himmel rot färbt wie die lokale Zwiebel.

Tropea ist keine Stadt, die man betritt; man erklimmt sie wie eine Festung des Lichts. Wer oben auf dem Corso Vittorio Emanuele steht und über die Steilkante blickt, sieht ein Panorama, das so perfekt erscheint, dass es fast künstlich wirkt: das tiefe Blau des Tyrrhenischen Meeres, der weiße Sandstrand, der sich wie ein Band um den Fuß des Felsens legt, und in der Ferne die rauchende Silhouette des Stromboli. „Qui il sole non tramonta, si tuffa nel mare per baciare la terra.“ (Hier geht die Sonne nicht unter, sie taucht ins Meer, um die Erde zu küssen.) Die Luft ist erfüllt vom Salzgeruch und dem süßlichen Duft der roten Zwiebeln, die auf den Balkonen zum Trocknen hängen – ein Symbol der Stadt, das so ikonisch ist wie der Eiffelturm für Paris.

Das Herzstück ist das **Santuario di Santa Maria dell’Isola**. Diese kleine Kirche scheint auf einem einsamen Felsen vor der Küste zu schweben, verbunden mit dem Land nur durch eine steile Treppe. Sie ist das spirituelle und fotografische Zentrum von Tropea, ein Ort, an dem sich Legende und Glaube vermischen. Der Aufstieg zur Kirche bietet einen der besten Ausblicke auf die Stadt und das Meer. Doch auch das historische Zentrum auf dem Felsen ist ein Labyrinth aus engen Gassen, barocken Palästen und kleinen Plätzen, die von der Aristokratie des 18. Jahrhunderts zeugen. Die **Kathedrale** bewahrt ein byzantinisches Kruzifix, das als wundertätig verehrt wird, und die Atmosphäre in den Gassen ist geprägt von einer stolzen, fast melancholischen Schönheit.

Unten am Fuß des Felsens erstreckt sich der **Strand von Tropea**, oft zu den schönsten Italiens gewählt. Das Wasser ist kristallklar und zeigt alle Schattierungen von Türkis bis Saphirblau. Der feine, weiße Sand kontrastiert stark mit dem dunklen Tuffstein der Klippen. Hier kann man stundenlang baden, bevor man abends die steilen Treppen oder die Straße hinauf in die Stadt kehrt, um den „Aperitivo“ auf dem Corso zu genießen. Kein anderer Ort in Kalabrien bietet eine solche Dichte an Schönheit auf so engem Raum.

Kulinarisch ist Tropea synonymous mit der **Roten Zwiebel**. Dieses Gemüse ist hier keine Beilage, sondern eine Hauptdarstellerin: sie wird zu Marmelade verarbeitet, in Schokolade getaucht, zu Eis cremiert oder einfach roh als Vorspeise serviert. Ihre Süße ist legendär und unterscheidet sich grundlegend von jeder anderen Zwiebel der Welt. Dazu kommt der frische Fisch der kalabrischen Küste, Schwertfisch und Sardinen, oft einfach gegrillt und mit dem lokalen Wein Cirò begleitet.

Für Fotografen ist Tropea ein Paradies der Kontraste und Farben. Das Licht am Abend ist besonders dramatisch: Wenn die Sonne sinkt, färbt sich der Himmel in intensiven Rot- und Orangetönen, die sich im Wasser und auf den Fassaden der Stadt spiegeln – ein Schauspiel, das jeden Abend gefeiert wird. Die Kompositionen sind vorgegeben: die Kirche auf dem Felsen, die Bögen der alten Paläste, die roten Zwiebelgirlanden gegen den blauen Himmel. Während Taormina die Größe des Ätna sucht und Syrakus die Tiefe der Geschichte, feiert Tropea die reine, sinnliche Schönheit des Augenblicks. Es ist ein Ort, der die Sinne überwältigt und im Gedächtnis bleibt wie ein Traum aus Licht, Meer und süßer Schärfe. Ein Juwel an der Küste der Götter.

Tropea

 

 
   
   
 
   
   

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