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Fotografien aus Italien  
   
   
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Vallecrosia - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Vallecrosia  
   

Land: Italien
Region: Ligurien (Liguria)
Provinz: Imperia (IM)
Einwohner: ca. 7.000 (Vallecrosini)
Gründung/Erwähnung: Der Name leitet sich von „Vallis Clausa“ (geschlossenes Tal) ab; erstmals im Mittelalter erwähnt als landwirtschaftliches Zentrum im Besitz der Mönche von Lerino; entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Blumen- und Gemüseanbaugebiet der Riviera dei Fiori; bekannt für seine archäologischen Funde aus der Römerzeit.
Höhenlage: Das Zentrum liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel (ca. 5–10 m ü. d. M.), eingebettet in eine schmale Küstenebene, die sich zwischen dem Meer und den steilen Hängen des Hinterlands erstreckt.
Entfernung Großstadt: 3 km von Ventimiglia, 5 km von Bordighera, 12 km von Sanremo, ca. 60 km von Nizza (Frankreich).
Camping: Keine Campingplätze im dicht bebauten Ortskern; mehrere große Campinganlagen befinden sich jedoch direkt an der Küste oder in den angrenzenden Hügeln (z.B. Richtung Camporosso), oft mit direktem Zugang zum Strand und zur Promenade.
Flughafen: Nizza Côte d’Azur (NCE) – ca. 40 Min. Fahrt; Genua-Christoph Columbus (GOA) – ca. 1 Std. 30 Min.
CAP (Postleitzahl): 18019
Kfz-Kennzeichen: IM
Vorwahl: 0184
Lage: Im äußersten Westen Liguriens, direkt an der Grenze zu Frankreich; der Ort liegt an der Mündung des Flüsschens Verbone und ist Teil des städtischen Ballungsraums von Ventimiglia; umgeben von Terrassen mit Blumenkulturen und Olivenhainen.
Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober (ideales Klima für Wanderungen und den Besuch der Blumenmärkte); Juli und August warm und belebt am Strand, aber durch die Meeresbrise erträglich; Winter sehr mild, ideal für Ruhesuchende und Liebhaber der winterblühenden Mimosen.
Besonderheit: Archäologische Stätte der römischen Villa mit Mosaiken; traditioneller Anbau von Blumen (insbesondere Nelken und Rosen) und Gemüse (Artischocken); der historische Kern „Vallecrosia Alta“ auf dem Hügel; Nähe zum französischen Markt in Menton; Teil der „Riviera dei Fiori“.

Vallecrosia ist ein Ort, der die Essenz der Blumenriviera in ihrer reinsten Form verkörpert: bescheiden, arbeitsam und von einer natürlichen Schönheit, die nicht laut schreit, sondern leuchtet. Wer hier ankommt, spürt sofort den Duft von Erde, Blüten und salziger Luft. „Qui la terra non si riposa mai, fiorisce in ogni stagione.“ (Hier ruht die Erde nie, sie blüht in jeder Jahreszeit.) Die Stadt ist geprägt von der engen Verbindung zwischen dem Meer und dem kultivierten Land, ein Streifen fruchtbarer Ebene, der seit Jahrhunderten Menschen ernährt und Besucher erfreut.

Das Herzstück ist die Zweiteilung des Ortes: **Vallecrosia Bassa** am Meer und **Vallecrosia Alta** auf dem Hügel. Im unteren Teil pulsiert das moderne Leben entlang der Promenade und der langen Sandstrände, die flach ins Meer abfallen und besonders für Familien geeignet sind. Hier reiht sich ein Lido an das andere, und der berühmte Radweg der Blumenriviera verbindet den Ort nahtlos mit Ventimiglia und Bordighera. Doch die Seele von Vallecrosia liegt oft im historischen Oberdorf, Vallecrosia Alta. Ein Spaziergang durch die steilen, kopfsteingepflasterten Gassen führt zur Kirche **San Pietro**, die einen wunderbaren Blick über das Tal und das Meer bietet. Die alten Steinhäuser, eng aneinandergebaut, erzählen von einer Zeit, als man sich vor Sarazenenüberfällen auf die Hügel zurückzog.

Ein historisches Juwel ist die **römische Villa**, die bei Ausgrabungen freigelegt wurde. Die gut erhaltenen Mosaikböden zeugen davon, dass diese Gegend schon in der Antike ein bevorzugter Ort für wohlhabende Römer war, die die Milde des Klimas und die Schönheit der Lage schätzten. Diese Kontinuität der Besiedlung macht Vallecrosia zu einem lebendigen Geschichtsbuch, in dem jede Schicht sichtbar ist.

Kulinarisch und wirtschaftlich ist Vallecrosia untrennbar mit dem **Blumen- und Gemüseanbau** verbunden. Die Felder hinter der Stadt sind ein Patchwork aus Farben, je nach Saison: rote Nelken, weiße Chrysanthemen, grüne Artischocken und duftender Basilikum. Der lokale Markt ist ein Fest der Sinne, auf dem man das frischeste Gemüse der Riviera und die berühmten ligurischen Focaccias findet. Die Küche ist einfach und bodenständig: Pesto mit lokalen Kartoffeln und Bohnen, gefüllte Zucchiniblüten und frischer Fisch, der oft noch am Morgen gefangen wurde.

Für Fotografen bietet Vallecrosia eine Palette aus sanften Farben und ländlichen Motiven. Das Licht ist hier besonders klar, begünstigt durch die offene Lage zur französischen Küste hin. Die Kontraste zwischen dem intensiven Grün der Kulturen, dem bunten Meer der Blumenfelder und dem tiefen Blau des Ligurischen Meeres sind beeindruckend. Besonders reizvoll sind die Details: die Hände eines Blumenpflückers, die Textur der alten Mauern in Vallecrosia Alta oder die Reflexion der untergehenden Sonne auf den Gewächshäusern. Während Sanremo den Glamour zelebriert und Ventimiglia den Grenzcharakter betont, ist Vallecrosia das authentische Arbeitspferd der Riviera. Es ist ein Ort, der zeigt, dass wahre Schönheit oft in der Arbeit und im Einklang mit den Jahreszeiten liegt. Ein verstecktes Kleinod, das man liebgewinnt, sobald man es entdeckt hat.

Vallecrosia

 

 
   
   
 
   
   

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