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Fotografien aus Italien  
   
   
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Varazze - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Varazze  
   

Land: Italien
Region: Ligurien (Liguria)
Provinz: Savona (SV)
Einwohner: ca. 13.000 (Varazzini)
Gründung/Erwähnung: Ursprünge in der Römerzeit als „Ad Vada Sabatia“; im Mittelalter wichtiger Marinestützpunkt der Republik Genua, berühmt für den Schiffbau und die Herstellung von Galeeren; entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem exklusiven Badeort für die genuesische Aristokratie und das Königshaus.
Höhenlage: Das Zentrum liegt direkt am Meeresspiegel, eingebettet in eine breite Bucht zwischen steilen, bewaldeten Hängen und dem Ligurischen Meer.
Entfernung Großstadt: 15 km von Savona, 35 km von Genua, ca. 45 Min. vom Flughafen Genua-Christoph Columbus (GOA).
Camping: Keine Campingplätze im dicht bebauten Stadtzentrum; mehrere große Campinganlagen befinden sich jedoch in den östlichen und westlichen Randbereichen (z.B. Richtung Cogoleto oder Albissola), oft inmitten von Pinienwäldern mit direktem Strandzugang.
Flughafen: Genua-Christoph Columbus (GOA) – ca. 30–40 Min. Fahrt; Nizza Côte d’Azur (NCE) – ca. 1 Std. 30 Min.
CAP (Postleitzahl): 17019
Kfz-Kennzeichen: SV
Vorwahl: 019
Lage: An der Riviera di Ponente, etwa auf halbem Weg zwischen Genua und Savona; die Stadt erstreckt sich entlang einer langen, sandigen Bucht, geschützt durch das Kap von Varazze und umgeben von terrassierten Hängen mit Villen und Gärten.
Reisezeit: Mai bis Juni und September (angenehme Temperaturen, ideales Wasser zum Baden, weniger Andrang); Juli und August sehr belebt, perfekt für das Nachtleben und Strandpartys; Winter mild und ruhig, ideal für Wanderungen im Hinterland und Besuche der historischen Zentren.
Besonderheit: Historisches Zentrum des genuesischen Schiffbaus (heute noch Yachthafen); die lange Promenade „Passeggiata Europa“, gesäumt von Palmen und Liberty-Villen; der malerische Hafen „Porto Turistico“; Ausgangspunkt für die „Via Aurelia“ und Wanderwege ins Hinterland (Monte Beigua); bekannt für seine Nougat-Spezialität („Torrone di Varazze“).

Varazze ist ein Ort, an dem das Meer nicht nur Wasser ist, sondern Geschichte, Handwerk und Eleganz. Wer hier ankommt, spürt sofort den Hauch einer vergangenen Ära, in der genuesische Admirale ihre Schiffe planten und Könige ihren Urlaub verbrachten. „Qui il mare non è solo orizzonte, è un cantiere a cielo aperto dove si costruiscono sogni di legno e vela.“ (Hier ist das Meer nicht nur Horizont, es ist eine offene Werft, in der Träume aus Holz und Segel gebaut werden.) Die Stadt verbindet die raue Tradition der Seefahrt mit der feinen Architektur eines mondänen Badeorts, eine Symbiose, die sie einzigartig macht.

Das Herzstück ist die **Passeggiata Europa**, eine der schönsten Promenaden Liguriens. Sie schlängelt sich kilometerlang entlang des Strandes, gesäumt von hohen Palmen, blühenden Gärten und prächtigen Villen im Liberty-Stil, die einst Sommerresidenzen reicher Familien waren. Heute laden diese Gebäude zu Cafés, Hotels und Boutiquen ein. Der Blick schweift über den feinsandigen Strand, der flach ins türkisfarbene Wasser abfällt, bis hin zum geschäftigen **Yachthafen**, wo moderne Luxusbetten vor Anker liegen – eine direkte Fortsetzung der jahrhundertealten Schiffbautradition des Ortes.

Doch Varazze hat auch ein historisches Gesicht. Das alte Dorf mit seinen engen Gassen, der Kirche **Santo Nazario e Celso** und den Resten der alten Befestigungen zeugt von der strategischen Bedeutung, die die Stadt für Genua hatte. Ein Spaziergang durch den kleinen Hafenbereich führt vorbei an Werkstätten, in denen noch immer das Handwerk des Bootsbauers gepflegt wird, wenn auch heute eher für Restaurierungen und kleine Jachten. Die Atmosphäre ist lebendig, aber nie hektisch; das Leben pulsiert im Rhythmus der Gezeiten und der Jahreszeiten.

Kulinarisch ist Varazze für seine Süßigkeiten bekannt, insbesondere den **Torrone**, einen Nougat, der hier in vielen Variationen hergestellt wird und ein perfektes Mitbringsel ist. Die Küche ist typisch ligurisch: Focaccia, Pesto, frischer Fisch und „Farinata“ (Kichererbsenkuchen) dominieren die Speisekarten der vielen Restaurants am Hafen und in den Gassen. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des wöchentlichen Marktes, der Farben und Düfte aus dem Hinterland an die Küste bringt.

Für Aktivurlauber ist Varazze ein idealer Ausgangspunkt. Der **Monte Beigua**, ein regionaler Naturpark, erhebt sich direkt hinter der Stadt und bietet ein weitläufiges Netz an Wanderwegen mit spektakulären Aussichten auf das Meer und die Alpen. Mountainbiker finden anspruchsvolle Trails, und im Winter kann man auf dem Beigua sogar Schneeschuhwandern. Entlang der Küste führt der bekannte Radweg, der Varazze mit den Nachbarorten Albissola und Cogoleto verbindet.

Für Fotografen bietet Varazze eine Fülle an Motiven: die geometrischen Linien der Boote im Hafen, die pastellfarbenen Fassaden der Liberty-Villen, das Spiel des Lichts auf dem Wasser bei Sonnenuntergang und die Kontraste zwischen dem blauen Meer und dem grünen Hinterland. Besonders atmosphärisch sind die frühen Morgenstunden, wenn der Nebel noch über dem Meer liegt und die Silhouetten der Schiffe wie Geister erscheinen. Während Sanremo den Glamour zelebriert und Cinque Terre die Wildheit, verkörpert Varazze die elegante Balance zwischen Tradition und Freizeit, zwischen Arbeit am Meer und Genuss des Lebens. Ein Ort, der einlädt, zu verweilen und die Seele baumeln zu lassen.

Varazze

 

 
   
   
 
   
   

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