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Fotografien aus Italien  
   
   
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Verbania - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Verbania  
   

Land: Italien
Region: Piemont (Piemonte)
Provinz: Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Einwohner: ca. 30.000 (Verbanesi)
Gründung/Erwähnung: Die heutige Stadt entstand 1939 durch den Zusammenschluss der beiden historischen Orte Intra und Pallanza sowie der Fraktion Suna; die Wurzeln reichen jedoch bis in die Römerzeit zurück, als der Ort ein wichtiger Handelshafen am Lago Maggiore war; bekannt als „Stadt der Gärten“ und als Treffpunkt von Künstlern und Intellektuellen (u.a. Hermann Hesse).
Höhenlage: Das Zentrum liegt direkt am Seeufer auf ca. 193 m ü. d. M., während das Hinterland steil zu den Voralpen ansteigt, die im Winter oft schneebedeckt sind.
Entfernung Großstadt: 45 km von Varese, 90 km von Mailand, 35 km von Locarno (Schweiz), ca. 1 Std. 15 Min. vom Flughafen Mailand-Malpensa (MXP).
Camping: Keine Campingplätze im engen Stadtzentrum von Pallanza oder Intra; zahlreiche große und gut ausgestattete Campingplätze säumen jedoch die Küste nördlich und südlich der Stadt (z.B. in Feriolo oder Fondotoce), oft direkt am Wasser mit eigenem Strandzugang.
Flughafen: Mailand-Malpensa (MXP) – ca. 45–50 Min. Fahrt; Lugano (LUG) – ca. 1 Std.; Turin (TRN) – ca. 1 Std. 45 Min.
CAP (Postleitzahl): 28900
Kfz-Kennzeichen: VB
Vorwahl: 0323
Lage: Am Westufer des Lago Maggiore (Verbano), eingebettet in eine geschützte Bucht zwischen dem Fluss Toce und dem Monte Rosa-Massiv; die Stadt besteht aus zwei charakteristischen Zentren: dem lebhaften Handelsort Intra und dem eleganten, aristokratischen Pallanza, verbunden durch eine lange Uferpromenade.
Reisezeit: April bis Juni (Blütezeit der Kamelien, Rhododendren und Azaleen in den Gärten) und September bis Oktober (mildes Licht, ideale Temperaturen für Wanderungen); Juli und August belebt, aber durch die Seebriese angenehm; Winter ruhig und oft neblig, aber die Gärten haben einen melancholischen Reiz und die Berge bieten Skigebiete in der Nähe.
Besonderheit: Heimat der **Giardini Botanici Villa Taranto**, einem der wichtigsten botanischen Gärten der Welt; das ehemalige Wohnhaus von **Hermann Hesse** in Casa Camuzzi (Montagnola, nahebei, aber spirituell verbunden); die Isola Madre und Isola Bella der Borromäischen Inseln liegen direkt vor der Küste; bekannt für seine hochwertige Keramikindustrie und als Drehort zahlreicher Filme.

Verbania ist keine Stadt, die man nur besucht; man taucht ein in sie wie in einen großen, blühenden Garten, der sich zum See hin öffnet. Hier trifft die strenge Architektur der piemontesischen Ebene auf die milde, fast mediterrane Leichtigkeit des Sees. „Qui il lago non è un confine, è un giardino liquido che nutre l’anima.“ (Hier ist der See keine Grenze, er ist ein flüssiger Garten, der die Seele nährt.) Die Luft ist schwer vom Duft tausender Blumenarten und dem frischen Hauch des Wassers, eine Mischung, die so einzigartig für diesen Teil des Lago Maggiore ist. Verbania strahlt eine elegante Ruhe aus, fernab des Trubels der großen Städte, aber voller kultureller Tiefe.

Das absolute Herzstück sind die **Giardini Botanici Villa Taranto**. Diese weitläufige Anlage, geschaffen vom Kapitän Neil McEacharn, ist ein Meisterwerk der Landschaftskunst. Auf terrassenförmig angelegten Hängen blühen hier über 20.000 Pflanzenarten aus aller Welt: von japanischen Ahornen über australische Eukalyptusbäume bis hin zu tausenden von Dahlien und Tulpen. Ein Spaziergang durch diese Gärten ist eine Reise um die Welt in wenigen Stunden, begleitet vom Plätschern von Brunnen und dem Gesang exotischer Vögel. Besonders im Frühling, wenn die Azaleen und Rhododendren in voller Pracht stehen, verwandelt sich die Villa in ein Farbenmeer, das seinesgleichen sucht.

Doch Verbania besteht aus zwei Seelen: **Intra** und **Pallanza**. Intra ist das lebendige Herz, geprägt von einer langen Fußgängerzone, dem geschäftigen Hafen und dem traditionellen Dienstagsmarkt, der Besucher aus der ganzen Region anzieht. Hier pulsiert das Alltagsleben, und die Fassaden der alten Häuser spiegeln sich im Wasser des Hafens. Pallanza hingegen, nur wenige Kilometer entfernt, ist die aristokratische Schwester: ruhiger, eleganter, gesäumt von prachtvollen Villen aus dem 19. Jahrhundert und kleinen, versteckten Buchten. Hier wohnte einst der Nobelpreisträger **Hermann Hesse** für einige Zeit, und die Atmosphäre scheint noch immer von literarischer Melancholie und Suche geprägt zu sein. Die Promenade, die beide Orte verbindet, lädt zu endlosen Spaziergängen ein, bei denen der Blick immer wieder auf die gegenüberliegenden **Borromäischen Inseln** schweift, die wie smaragdgrüne Juwelen im blauen Wasser liegen.

Kulinarisch ist Verbania ein Genuss für Liebhaber der piemontesischen Küche mit einem Hauch von See. Spezialitäten wie der „Missoltin“ (getrocknete und gepresse Agonen-Fische), Risotto mit Barsch aus dem See und deftige Fleischgerichte wie das Ossobuco stehen auf der Speisekarte. Dazu passt perfekt ein Glas lokaler Wein aus dem nahen Colli Novaresi oder ein bitterer Aperitivo, der an die Tradition des Vermouth erinnert. Die Fischrestaurants am Hafen von Intra bieten frischen Fang, oft einfach gegrillt und nur mit lokalem Öl und Zitrone verfeinert.

Für Fotografen ist Verbania ein Paradies aus Farben und Texturen. Die Explosion der Blüten in der Villa Taranto bietet endlose Motive, während die architektonischen Details der Villen in Pallanza und die lebendigen Szenen auf dem Markt von Intra Kontraste schaffen. Das Licht am Lago Maggiore ist besonders weich und golden, besonders am frühen Morgen, wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt, oder in der Abenddämmerung, wenn die untergehende Sonne die Berge des Monte Rosa in rosarotes Licht taucht (Enrosadira). Während der Gardasee oft von Wind und Aktivität geprägt ist, strahlt der Lago Maggiore in Verbania eine tiefe, kontemplative Ruhe aus. Es ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst, umgeben von einer Schönheit, die sowohl wild als auch kultiviert ist. Ein Traum aus Wasser, Blumen und Stein.

Verbania

 

 
   
   
 
   
   

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