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Fotografien aus Italien  
   
   
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Verona - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Verona  
   

Land: Italien
Region: Venetien (Veneto)
Provinz: Verona (VR) – Hauptstadt der gleichnamigen Provinz
Einwohner: ca. 260.000 (Veronesi)
Gründung/Erwähnung: Gegründet von den Euganeern und Rhaetern, später wichtiges römisches Municipium „Verona“; blühte unter den Scaligern im Mittelalter zur mächtigen Signorie auf; Schauplatz von Shakespeares „Romeo und Julia“ (auch wenn die Figuren fiktiv sind, ist der Geist der Stadt real); UNESCO-Welterbe seit 2000.
Höhenlage: Das Zentrum liegt auf ca. 59 m ü. d. M., eingebettet in die weite Po-Ebene am Fuß der Lessinischen Berge, durchflossen von der Etsch.
Entfernung Großstadt: 115 km von Venedig, 160 km von Mailand, 30 km vom Gardasee, ca. 15 Min. vom Flughafen Verona-Villafranca (VRN).
Camping: Keine Campingplätze im historischen Zentrum; zahlreiche große und gut ausgestattete Plätze finden sich jedoch direkt am Ufer des Gardasees (z.B. in Lazise oder Bardolino) oder entlang der Etsch südlich der Stadt, oft nur 15–20 Min. entfernt.
Flughafen: Verona-Villafranca (Valerio Catullo, VRN) – ca. 15–20 Min. Fahrt; Bergamo (BGY) – ca. 1 Std. 15 Min.; Venedig (VCE) – ca. 1 Std. 15 Min.
CAP (Postleitzahl): 37121–37145
Kfz-Kennzeichen: VR
Vorwahl: 045
Lage: Im Süden Venetiens, an einer strategischen Kreuzung wichtiger Handelswege zwischen Nord und Süd sowie Ost und West; die Stadt wird von der Etsch durchflossen, die sie in zwei Teile teilt, verbunden durch historische Brücken wie die Ponte Pietra und die Ponte Scaligero.
Reisezeit: April bis Juni und September bis Oktober (angenehme Temperaturen, ideale Zeit für Opern in der Arena und Spaziergänge); Juli und August heiß, aber die Abende in der Arena sind ein unvergessliches Erlebnis; Winter kalt und oft neblig, dafür ruhig und perfekt für Museen und den Weihnachtsmarkt.
Besonderheit: Die **Arena di Verona**, das drittgrößte erhaltene römische Amphitheater der Welt und heute eine der berühmtesten Opernbühnen der Erde; das angebliche Haus der **Julia** mit dem Balkon; die prachtvollen Gräber der Scaliger (Arche Scaligere); Heimat des wertvollen Amarone-Weins (Valpolicella); Stadt der Romanik und der Renaissance.

Verona ist keine Stadt, die man nur liest; man muss sie betreten wie eine Bühne, auf der das Leben selbst zur Oper wird. Hier ist die Luft schwer von Geschichte, Romantik und dem Duft von reifen Kirschen und Weinreben. „Qui l’amore non è una finzione teatrale, è la pietra su cui è costruita la città.“ (Hier ist Liebe keine Theaterfiktion, sie ist der Stein, auf dem die Stadt gebaut ist.) Ob man an Romeo und Julia glaubt oder nicht, der Geist der leidenschaftlichen Tragödie schwebt über den roten Ziegeldächern und den engen Gassen. Verona ist elegant, stolz und von einer zeitlosen Schönheit, die jeden Besucher in ihren Bann zieht.

Das absolute Herzstück ist die **Arena**, ein gewaltiges Oval aus rosa-weißem Kalkstein, das seit fast 2.000 Jahren steht. Während es in der Antike Gladiatorenkämpfen diente, ist es heute im Sommer die Kulisse für weltberühmte Opernaufführungen unter freiem Himmel. Wenn bei Einbruch der Dunkelheit tausende Kerzen auf den Stufen entzündet werden und die ersten Töne von Aida oder Carmen erklingen, entsteht eine Magie, die man nirgendwo sonst auf der Welt erleben kann. Doch Verona hat noch mehr antike Schätze: Die **Ponte Pietra**, die älteste Brücke der Stadt, bietet einen malerischen Blick auf das Theater und den Fluss, und das **Römische Theater** am Hang zeigt, wie sehr die Antike hier präsent ist.

Ein Spaziergang führt unweigerlich zur **Casa di Giulietta**. Auch wenn der Balkon historisch gesehen eine Hinzufügung des 20. Jahrhunderts ist, bleibt der Hof ein Ort der Hoffnung, an dem Liebende aus aller Welt ihre Nachrichten hinterlassen. Nur wenige Schritte entfernt liegt die **Piazza delle Erbe**, einst das römische Forum und heute der lebendigste Platz der Stadt, umringt von bemalten Häusern, Cafés und dem Marktstand mit frischem Obst und Kunsthandwerk. Der Kontrast zum nahen, ruhigen Platz **Piazza dei Signori**, dem ehemaligen Machtzentrum der Scaliger, könnte kaum größer sein. Hier stehen die imposanten **Arche Scaligere**, gotische Grabmäler aus Marmor, die wie filigrane Baldachine über den Gräbern der Herrscher thronen – ein Meisterwerk mittelalterlicher Bildhauerkunst.

Kulinarisch ist Verona ein Fest der Sinne. Die Stadt ist das Tor zur **Valpolicella**, einer der renommiertesten Weinregionen Italiens. Der **Amarone**, ein kräftiger, trockener Rotwein aus getrockneten Trauben, ist der König der Tafel, begleitet von herzhaften Gerichten wie „Pastissada de caval“ (Pferdefleischeintopf), „Risotto all’Amarone“ oder den einfachen, aber köstlichen „Bigoli“ (dicke Spaghetti). Die Nähe zum Gardasee bringt auch frischen Fisch auf die Teller, doch die Seele der Küche bleibt bodenständig und reichhaltig.

Für Fotografen ist Verona ein Spiel aus Texturen und warmen Farben. Der rosafarbene Marmor der Arena und der Kirchen leuchtet besonders intensiv in der Abendsonne, während die Schatten in den engen Gassen tief und geheimnisvoll sind. Die Reflexionen der Häuser in der Etsch, die Details der romanischen Fassaden von San Zeno Maggiore (mit ihren bronzenen Türen) und die lebendigen Szenen auf den Plätzen bieten endlose Motive. Während Venedig im Wasser versinkt und Florenz in der Malerei erstarrt, ist Verona lebendig, laut und voller Leidenschaft. Es ist eine Stadt, die beweist, dass Liebe und Tod, Kunst und Alltag untrennbar miteinander verbunden sind. Ein Ort, der im Herzen bleibt wie eine Melodie, die man nie vergisst.

Verona

 

 
   
   
 
   
   

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